Mental Health: Krankheitstage wegen psychischer Probleme auf Höchststand

Immer mehr Beschäftigte fallen wegen psychischer Probleme krankheitsbedingt bei der Arbeit aus. Das geht aus einer Anfrage(öffnet im neuen Fenster) der aufgelösten Bundestagsfraktion der Linken hervor, wie die Rheinische Post berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage von Beschäftigten aufgrund psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen stieg demnach im Jahr 2022 auf 132 Millionen Tage an – sechs Millionen mehr als noch im Vorjahr 2021, wo es 126 Millionen Tage waren.
Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gab es 2022 insgesamt 888,9 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland. In den letzten zehn Jahren habe sich die Zahl der Ausfalltage wegen psychischer Probleme verdoppelt: 2012 habe die Zahl der summierten Krankheitstage wegen psychischer Belastungen noch bei rund 65 Millionen gelegen.
"Als externe Faktoren belasten nach den Coronabeschränkungen nun Krieg, Energiekrise und Inflation die abhängig Beschäftigten zusätzlich" , schreiben die Linken-Abgeordneten in ihrer Anfrage, mit der sie neben den aktuellen Zahlen auch Vorhaben der Bundesregierung zur Verbesserung der Situation in Erfahrung bringen wollten. Linken-Politikerin Susanne Ferschl forderte konkrete Maßnahmen, "um den Teufelskreislauf aus Überlastung und Personalmangel zu durchbrechen" .
Zwar waren 2022 mehr Menschen als zuvor krank, die durchschnittliche Ausfallzeit habe sich mit 32 Tagen aber kaum verändert. Besonders betroffen seien der Gesundheitssektor, die öffentliche Verwaltung sowie Schulen und Kitas.
Die psychische Gesundheit spielt allerdings auch bei vielen IT-Unternehmen eine zunehmend wichtige Rolle. Einer im Oktober 2023 veröffentlichten Umfrage zufolge berichtet rund ein Viertel der befragten Unternehmen von Burn-out bei Mitarbeitern . Einige Firmen nehmen Vorsorge zur psychischen Gesundheit daher bereits in ihr betriebliches Gesundheitsmanagement auf (g+).



