Abo
  • Services:
Anzeige
Sensor am Brillenbügel erfasst Augenzwinkern:  Das Signal muss einen Schwellenwert überschreiten.
Sensor am Brillenbügel erfasst Augenzwinkern: Das Signal muss einen Schwellenwert überschreiten. (Bild: Georgia Tech/Screenshot: Golem.de)

Mensch-Computer-Schnittstelle: Per Augenzwinkern das Licht einschalten

Sensor am Brillenbügel erfasst Augenzwinkern:  Das Signal muss einen Schwellenwert überschreiten.
Sensor am Brillenbügel erfasst Augenzwinkern: Das Signal muss einen Schwellenwert überschreiten. (Bild: Georgia Tech/Screenshot: Golem.de)

Die Augen als Mensch-Computer-Schnittstelle - aber mal ganz anders. Amerikanische und chinesische Wissenschaftler haben einen Sensor entwickelt, der die Bewegungen in den Augenwinkeln erkennt, wenn ein Mensch zwinkert. Mit diesen Signalen steuern sie beispielsweise den Lichtschalter.

Wissenschaftler aus China und den USA haben einen Sensor entwickelt, mit dessen Hilfe ein Computer auch ohne den Einsatz der Hände bedient werden kann. Mechnosensational Human Machine Interface (HMI) nennen sie das System, das unter anderem Gelähmten die Kommunikation ermöglichen soll.

Anzeige

Der Sensor wird am Brillenbügel angebracht. Er besteht aus zwei Polymerlagen und einer Schicht aus Indiumzinnoxid, die als Elektrode dient. Zwinkert der Brillenträger mit dem Auge, bewirkt die Bewegung der Haut neben dem Auge, dass sich die Polymerschichten berühren und durch die Reibungselektrizität (Triboelektrischer Effekt) ein messbares elektrisches Signal erzeugen.

Mikrobewegungen im Augenwinkel erzeugen Signal

Die mechanische Mikrobewegung der Haut im Augenwinkel sei bisher nicht als Signalquelle in Betracht gezogen worden, berichten die Forscher um Zhong Lin Wang in der Fachzeitschrift Science Advances. Das Signal kann per Kabel oder Funk an einen Computer oder ein Mobilgerät übertragen werden. Sie hätten mit den Signalen beispielsweise ein Kontrollsystem für das Smart Home und eine drahtlose Tastatur gesteuert.

Wichtig dabei war, dass das System die Signale klar unterscheidet und nicht beim jedem Zwinkern einen Buchstaben erzeugt oder den Lichtschalter bedient. Dafür werde ein Schwellenwert definiert, sagte Wang dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist. Das Signal muss den Schwellenwert überschreiten, um als solches erkannt zu werden. Der Nutzer muss also schon sehr deutlich zwinkern.

Geht das auch an anderen Körperstellen?

Gedacht ist das System in erster Linie für Menschen, deren Bewegungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind, durch einen Unfall oder eine Krankheit wie Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), an der der Physiker Stephen Hawking erkrankt ist. Die Wissenschaftler wollen nun erforschen, ob sie den Sensor auch an anderen Körperteilen verwenden können und so beurteilen, ob er sich für robotische Anwendungen eignet.

Die Forscher um Wang vom Georgia Institute of Technology und dem Institute of Nanoenergy and Nanosystems in Peking haben 2015 eine Tastatur vorgestellt, die den Nutzer am Anschlag erkennt. Sie wird ebenfalls per Reibungselektrizität betrieben.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Apex Tool Holding Germany GmbH & Co. KG, Westhausen, Besigheim
  2. über Hays AG, München
  3. über Duerenhoff GmbH, Berlin
  4. über Duerenhoff GmbH, Raum Offenbach


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 10,99€
  2. 15,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Smartphones

    Huawei installiert ungefragt Zusatz-App

  2. Android 8.0

    Oreo-Update für Oneplus Three und 3T ist da

  3. Musikstreaming

    Amazon Music für Android unterstützt Google Cast

  4. Staingate

    Austauschprogramm für fleckige Macbooks wird verlängert

  5. Digitale Infrastruktur

    Ralph Dommermuth kritisiert deutsche Netzpolitik

  6. Elektroauto

    VW will weitere Milliarden in Elektromobilität investieren

  7. Elektroauto

    Walmart will den Tesla-Truck

  8. Die Woche im Video

    Ausgefuchst, abgezockt und abgefahren

  9. Siri-Lautsprecher

    Apple versemmelt den Homepod-Start

  10. Open Routing

    Facebook gibt interne Plattform für Backbone-Routing frei



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows 10 Version 1709 im Kurztest: Ein bisschen Kontaktpflege
Windows 10 Version 1709 im Kurztest
Ein bisschen Kontaktpflege
  1. Windows 10 Microsoft stellt Sicherheitsrichtlinien für Windows-PCs auf
  2. Fall Creators Update Microsoft will neues Windows 10 schneller verteilen
  3. Windows 10 Microsoft verteilt Fall Creators Update

Orbital Sciences: Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
Orbital Sciences
Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
  1. Astronomie Erster interstellarer Komet entdeckt
  2. Jaxa Japanische Forscher finden riesige Höhle im Mond
  3. Nasa und Roskosmos Gemeinsam stolpern sie zum Mond

Ideenzug: Der Nahverkehr soll cool werden
Ideenzug
Der Nahverkehr soll cool werden
  1. 3D-Printing Neues Druckverfahren sorgt für bruchfesteren Stahl
  2. Autonomes Fahren Bahn startet selbstfahrende Buslinie in Bayern
  3. High Speed Rail Chinas Züge fahren bald wieder mit 350 km/h

  1. Re: Download auf Website sollte als erstes...

    Betatester | 03:21

  2. Re: kaum hat man sich

    LinuxMcBook | 02:27

  3. Re: Macht ruhig weiter, Vivendi

    Vaako | 02:16

  4. Re: Frontantrieb...

    holgerscherer | 02:14

  5. Re: Nicht für den Straßenverkehr

    gs (Golem.de) | 02:13


  1. 11:55

  2. 11:21

  3. 10:43

  4. 17:14

  5. 13:36

  6. 12:22

  7. 10:48

  8. 09:02


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel