• IT-Karriere:
  • Services:

Meng Wanzhou: Huaweis Finanzchefin drohen bis zu 30 Jahre Haft

Nach der Festnahme in Kanada drohen Meng Wanzhou, der Finanzchefin von Huawei, offenbar bis zu 30 Jahre Haft. Die USA fordern die Auslieferung der Managerin, deren Antrag auf Kaution vorerst abgelehnt wurde.

Artikel veröffentlicht am ,
Meng Wanzhou, Finanzchefin von Huawei
Meng Wanzhou, Finanzchefin von Huawei (Bild: Huawei)

Die am 1. Dezember 2018 in Vancouver beim Umsteigen auf Ersuchen der USA festgenommene Meng Wanzhou - Finanzchefin des Konzerns und Tochter des Firmengründers - muss offenbar mit einer Haftstrafe von bis zu 30 Jahren rechnen. Das sagte der kanadische Staatsanwalt laut US-Medien wie Time. Die USA verlangen die Auslieferung der Managerin. Ihr wird vorgeworfen, über eine Firma namens Skycom in Geschäfte mit dem Iran verwickelt zu sein und so das Sanktionsrecht verletzt zu haben. Offenbar sind Huawei und Skycom aber dasselbe Unternehmen.

Stellenmarkt
  1. GCP - Grand City Property, Berlin
  2. Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

Nach Angaben der kanadischen Staatsanwaltschaft habe Meng selbst im Gespräch mit Banken wider besseren Wissen gesagt, dass Huawei und Skycom zwei getrennte Unternehmen seien, nachdem Huawei bereits 2009 Skycom verkauft habe. Das Haftersuchen soll bereits am 22. August 2018 ausgestellt worden sein - was unterschwellig wohl belegen soll, dass die Festnahme keine kurzfristige, politisch motivierte Aktion im Handelsstreit mit China ist.

Meng sei über die schon länger andauernden Ermittlungen informiert gewesen und vermeide seit 2017 die Einreise in die USA. Sie soll zwischen 2009 und 2014 in Geschäfte verwickelt sein, bei denen Skycom aus den USA stammende Rechner an Telekomfirmen im Iran geliefert habe, obwohl damals Sanktionen in Kraft waren. In Wirklichkeit haben aber eben Huawei hinter dem Deal gesteckt, was Meng auch völlig klar gewesen sei.

Am 7. Dezember 2018 hatten die Anwälte von Meng einen Antrag auf Freilassung gegen Kaution eingereicht, dieser wurde vom kanadischen Justizministerium vorerst abgelehnt. Am Montag sollen die Anhörungen fortgesetzt werden. Die Festnahme hatte in China für wütende Proteste aus der Politik und aus den Medien gesorgt. Auf die Gespräche zwischen den USA und China soll der Fall zumindest nach offiziellen Angaben aber keine Auswirkungen haben.

Die USA sind der Auffassung, dass Huawei wegen seiner angeblichen Verbindungen zur chinesischen Regierung eine Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes ist. Deshalb versucht die Regierung unter Donald Trump schon seit langem daran, verbündete Länder - auch Deutschland - davon zu überzeugen, Sanktionen gegen den Konzern einzuführen.

Telekomanbieter wie die Deutsche Telekom haben Huawei ihr Vertrauen ausgesprochen. Erkenntnisse des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) oder der Sicherheitsbehörden gegen Huawei lägen dem Konzern nicht vor.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 429€ (Vergleichspreis 478€)
  2. 19,99€
  3. (u. a. Samsung 860 Evo SATA-SSD 500GB für 54,99€, Samsung Evo Select microSDXC 512 GB für 64...

Ipa 12. Dez 2018

Ja aber China ist die vorzeige Demokratie lel Die Alte ist zurecht verhaftet worden, egal...

plutoniumsulfat 11. Dez 2018

Und auch den finden heute noch einige Menschen toll.

Schnarchnase 11. Dez 2018

Ja eben, Hardware zu verbauen ist eben schon relativ abwegig, weil diese erstens teurer...

berritorre 10. Dez 2018

D.h. aber nicht, dass man deswegen darauf verzichten muss bzw es boykotieren muss, denn...

gorsch 10. Dez 2018

Die Attentäter kamen aber nicht im Auftrag der Regierung, im Gegensatz zum Iran (z.B...


Folgen Sie uns
       


The Last of Us 2 - Fazit

Überleben in der Postapokalypse: Im Actionspiel The Last of Us 2 erkunden wir mit der jungen Frau Ellie unter anderem die Stadt Seattle - und sinnen auf Rache für einen Mord.

The Last of Us 2 - Fazit Video aufrufen
Big Blue Button: Das große blaue Sicherheitsrisiko
Big Blue Button
Das große blaue Sicherheitsrisiko

Kritische Sicherheitslücken, die Golem.de dem Entwickler der Videochat-Software Big Blue Button meldete, sind erst nach Monaten geschlossen worden.
Eine Recherche von Hanno Böck


    The Secret of Monkey Island: Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!
    The Secret of Monkey Island
    "Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

    Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.
    Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


      Xbox, Playstation, Nvidia Ampere: Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?
      Xbox, Playstation, Nvidia Ampere
      Wo bleiben die HDMI-2.1-Monitore?

      Trotz des Verkaufsstarts der Playstation 5 und Xbox Series X fehlt von HDMI-2.1-Displays jede Spur. Fündig werden wir erst im TV-Segment.
      Eine Analyse von Oliver Nickel

      1. AV-Receiver Fehlerhafte HDMI-2.1-Chips führen zu Blackscreen

        •  /