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Memory Leak: Insiderhandel bei Intel?

Intel hat zugegeben, seit Monaten von dem erst kürzlich öffentlich bekanntgewordenen CPU-Memory-Leak gewusst zu haben. Das wirft auch ein neues Licht auf einen riesigen Aktienverkauf von Intels Vorstandschef.

Artikel veröffentlicht am ,
Intels Aktienkurs (Okt. bis Dez. 2017)
Intels Aktienkurs (Okt. bis Dez. 2017) (Bild: Screenshot Business Insider)

Der Chiphersteller Intel hat Medienberichten zufolge zugegeben, bereits seit Juni 2017 über den erst kürzlich öffentlich bekanntgewordenen Memory-Leak-Bug in Intel-CPUs Bescheid zu wissen. Das Unternehmen sei von Googles Sicherheitsteam Project Zero, das den Fehler gefunden hatte, bereits im Sommer darüber informiert worden.

Intel konnte wissen, was kommt

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Die lange Verzögerung bei der Veröffentlichung und Behebung eines so kritischen Bugs sieht nicht nur schlecht aus für Intel, sondern wirft auch ein anderes Licht auf einen großen Aktiendeal von Intels Vorstandschef Brian Krzanich. Krzanich hatte im vergangenen November den Verkauf eines Großteils seiner Intel-Aktien angemeldet, so wie es die Regeln der US-Börsenaufsicht vorschreiben.

Demnach stieß der Vorstandsvorsitzende des Chipherstellers am 29. November 2017 Aktien im Wert von rund 24 Millionen US-Dollar ab. Dies entspricht knapp 80 Prozent aller der von Krzanich gehaltenen Anteile. Der Aktiendeal fand rund fünf Monate, nachdem Intel von dem Memory-Leak-Bug erfuhr, jedoch mehrere Wochen, bevor die Öffentlichkeit informiert wurde, statt. Nach dem Verkauf halte Krzanich nur noch die ihm vertraglich vorgeschriebene Mindestmenge von 250.000 Anteilen.

Vorwurf des Insiderhandels zurückgewiesen

In einer Stellungnahme weist Intel indes jeden Verdacht des verbotenen Insiderhandels zurück. Der Verkauf der Anteile durch Krzanich habe nichts mit der Entdeckung der Schwachstelle zu tun, sagte ein Sprecher von Intel zu Business Insider. Vielmehr sei der Vorgang Teil eines länger feststehenden Verkaufsplans des Konzernchefs gewesen.

Laut der Branchen-Webseite ist dies zwar korrekt, aber selbst dieser länger feststehende Verkaufsplan Krzanichs sei laut SEC-Informationen erst im Oktober erstellt und angemeldet worden, also mehrere Monate, nachdem Intel über den Memory-Leak-Fehler informiert worden war. Die US-Börsenaufsicht wollte den Vorgang nicht kommentieren.

Bislang scheint es keinen Beweis dafür zu geben, dass Krzanich persönlich von der Schwachstelle wusste und tatsächlich deswegen den Großteil seiner Aktien abstieß. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass Intel-Mitarbeiter in einen Insider-Skandal verwickelt würden. Bereits 2012 wurde Intels ehemaliger Finanzdirektor Rajiv Goel in den USA wegen Insiderhandels zu zweieinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Er hatte einem befreundeten Hedgefonds-Manager unerlaubt Vorabinformationen über Intels Quartalszahlen zukommen lassen.

Wer ist vom Bug betroffen?

Der von Google entdeckte Memory-Leak-Bug soll es Angreifern ermöglichen, auf eigentlich geschützte Daten im Betriebssystem-Kernel zuzugreifen, wie etwa Passwörter oder persönliche Informationen. Betroffen sind demnach fast alle modernen Intel-Prozessoren. Ob auch CPUs anderer Hersteller wie AMD oder ARM anfällig sind, ist bislang unklar. Während Google und Intel dies offenbar bejahen, bestreitet AMD weitgehend die Verwundbarkeit der eigenen CPUs. Lediglich ein Teil der Angriffsszenarien betreffe die eigenen Prozessoren.

Das Schließen der Schwachstelle ist offenbar nur auf Betriebssystem-Ebene möglich, Microsoft und die Entwickler des Linux-Kernels arbeiten bereits an Patches.

Nachtrag vom 4. Januar 2018, 14:07 Uhr

Hinweis auf die neueste Stellungnahme von AMD eingefügt.



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qq1 06. Jan 2018

wie spricht man das aus?

flip0r 05. Jan 2018

Nun ja der Fehler ist bei AMD nicht so gravierend wie bei Intel. Mit ein wenig nachdenken...

flip0r 05. Jan 2018

Falsch! Da hier manche nicht wissen was Insiderhandel ist: Als Insider gilt, wer über...

Anonymer Nutzer 05. Jan 2018

Da muss halt jemand mal eine Milliarde (1000 Millionen) in die Entwicklung stecken, da...

M.P. 05. Jan 2018

Du Meinst, also " Intel inside® " statt " Intel inside " ???


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