Abo
  • IT-Karriere:

Meizu Zero: Finanzierung für Smartphone ohne Tasten ist gescheitert

Meizu wollte das tastenlose Smartphone Zero über Indiegogo finanzieren - aber nicht einmal die Hälfte der Finanzierungssumme konnte eingetrieben werden. Damit ist ungewiss, ob das Gerät jemals erscheinen wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Zero-Smartphone ohne Tasten
Zero-Smartphone ohne Tasten (Bild: Meizu)

Wollen Kunden keine tastenlosen Smartphones? Oder war das Zero von Meizu schlicht zu teuer? Abschließend lässt sich das nicht klären, in jedem Fall ist die Indiegogo-Kampagne von Meizu für das Zero-Smartphone gescheitert. Meizu hatte Ende Januar 2019 mit Zero ein Smartphone ganz ohne Tasten vorgestellt. Eine Woche später wurde dann der Start einer Indiegogo-Kampagne verkündet, um das Zero-Smartphone zu finanzieren.

Stellenmarkt
  1. Ober Scharrer Gruppe GmbH, Fürth
  2. akf bank GmbH & Co KG, Wuppertal

Die Indiegogo-Kampagne für Zero endete am 1. März mit einer Summe von knapp 46.000 US-Dollar. Der chinesische Hersteller wollte damit eigentlich 100.000 US-Dollar zusammenbekommen. Somit wurden nur 45 Prozent des geplanten Geldes gesammelt. Wie es jetzt mit dem tastenlosen Meizu-Smartphone weitergeht, ist derzeit nicht bekannt. Im Rahmen der Kampagne sollten nur 100 Stück des Zero-Modells verkauft werden - zum Stückpreis von jeweils 1.300 US-Dollar.

Das Zero-Smartphone sollte eigentlich im April 2019 ausgeliefert werden. Es ist offen, ob das Smartphone noch regulär auf den Markt kommen wird. Meizu hatte auch einen Prototyp für 3.000 US-Dollar pro Stück verkauft. Auch hier ist unklar, ob der Käufer dieses erhalten hat. Die Kampagnenwebseite versprach, den Prototyp bereits im Januar 2019 zu verteilen - also vor Ende der Kampagne. Es ist aber nicht bekannt, ob dieses Versprechen eingehalten wurde.

Es gibt keine Informationen dazu, ob das Smartphone Zero regulär auf den Markt kommen wird. Das Zero verzichtet auf alle Tasten und Anschlüsse, die es sonst bei Smartphones gibt. Es gibt keine USB-Buchse, keinen Kopfhöreranschluss, keinen Einschub für eine SIM-Karte und nicht einmal eine Ein-Aus- oder Lautstärketasten. Das erlaubt ein Gehäusedesign ohne die geringsten Aus- oder Einbuchtungen. Nicht einmal Lautsprecheröffnungen sind vorhanden.

Das Meizu Zero nutzt das Display, um darüber den Ton auszugeben. Nähere technische Angaben hat der Hersteller dazu nicht gemacht. Im Gehäuse sind auf der Unterseite zwei Löcher für das Mikrofon, um darüber telefonieren zu können. Durch den Einsatz einer eSIM wurde auch auf einen Steckplatz für wechselbare SIM-Karten verzichtet. Somit gibt es auch keinen Steckplatz für Speicherkarten.

Smartphone ohne Tasten und Anschlüsse

Zum Laden des fest eingebauten Akkus kommt drahtlose Ladetechnik zum Einsatz. Meizu verspricht, dass das drahtlose Laden mit einem selbst entwickelten Ladegerät mit bis zu 18 Watt möglich sein soll. Dadurch soll das Laden kaum länger dauern als mit kabelgebundenem Laden. Aufgrund einer fehlenden USB-Buchse ist es aber nicht möglich, kabelgebundene Daten mit anderen Geräten auszutauschen. Über das zum Smartphone gehörende Ladepad soll aber auch ein Datenaustausch möglich sein. Wer mit einem Kopfhörer oder einem Headset Musik hören möchte, muss ein Modell mit Bluetooth-Technik nutzen.

  • Zero (Bild: Meizu)
  • Zero (Bild: Meizu)
  • Zero (Bild: Meizu)
  • Zero (Bild: Meizu)
  • Zero (Bild: Meizu)
  • Zero (Bild: Meizu)
Zero (Bild: Meizu)

Besonders ungewohnt dürfte die Bedienung ganz ohne jede Taste sein. Mittels Bildschirmtasten will der Hersteller das Fehlen der Tasten kompensieren. Das Erfühlen der Lautstärketasten ist damit aber nicht mehr möglich. Das Gehäuse soll den IP68-Standard erfüllen und ist damit vor eindringendem Wasser geschützt.

Das Zero hat einen 6 Zoll großen Amoled-Bildschirm mit einer nicht genannten Auflösung. Das Display dient als Fingerabdrucksensor und der Nutzer soll den Finger an beliebiger Stelle ablegen können, um das Smartphone zu entsperren. Das Smartphone läuft mit Qualcomms Snapdragon 845, weitere technische Daten etwa zum eingebauten Speicher oder zur Kameraausstattung sind weiterhin nicht bekannt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 204,90€
  2. 199,90€

drunkenmaster 05. Mär 2019

Nennt sich iPod Touch. Ist wie ein iPhone aber eben ohne telefonie. Über WLAN kannst du...

Anonymer Nutzer 04. Mär 2019

bzw. wozu ohne tasten wenns mit genauso "günstig" kommt ...

Moridin 04. Mär 2019

Welche Vorteile außer Schutz vor Wasser/Staub/Dreck bringt es denn? Für mich persönlich...


Folgen Sie uns
       


Timex Data Link ausprobiert

Die Data Link wurde von Timex und Microsoft entwickelt und ist eine der ersten Smartwatches. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums haben wir uns die Uhr genauer angeschaut - und über einen alten PC mit Röhrenmonitor programmiert.

Timex Data Link ausprobiert Video aufrufen
Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Himo C16 Xiaomi bringt E-Mofa mit zwei Sitzplätzen für rund 330 Euro
  2. ADAC-Test Hohe Zusatzkosten bei teuren Wallboxen möglich
  3. Elektroroller E-Scooter sollen in Berlin nicht mehr auf Gehwegen parken

Probefahrt mit Mercedes EQC: Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit
Probefahrt mit Mercedes EQC
Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit

Mit dem EQC bietet nun auch Mercedes ein vollelektrisch angetriebenes SUV an. Golem.de hat auf einer Probefahrt getestet, ob das Elektroauto mit Audis E-Tron mithalten kann.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. Mercedes EQV Daimler zeigt elektrische Großraumlimousine
  2. Freightliner eCascadia Daimler bringt Elektro-Lkw mit 400 km Reichweite
  3. Mercedes-Sicherheitsstudie Mit der Lichtdusche gegen den Sekundenschlaf

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

    •  /