Meinungsfreiheit nicht mehr für Trump-Kritiker
So stören sich die US-Vertreter offenbar nicht an der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit(öffnet im neuen Fenster) (PDF) der Organisation Reporter ohne Grenzen, in der die ersten 15 Plätze von europäischen Ländern belegt werden, während die USA auf Platz 57 von 180 Staaten rangieren. Dass das Weiße Haus sogar eine eigene Seite eingerichtet hat(öffnet im neuen Fenster) , um angeblich falsche Medienberichte anzuprangern, wird ebenfalls geflissentlich ignoriert.
US-Präsident Donald Trump verklagt seit Jahren Medien auf Milliarden US-Dollar Schadenersatz, weil sie angeblich falsch über ihn berichtet haben. Zuletzt traf es sogar den britischen Sender BBC. Und an Weihnachten schlug er vor(öffnet im neuen Fenster) , den Late-Night-Showmaster Stephen Colbert "einzuschläfern" .
Trump schränkt selbst die Meinungsfreiheit ein
Ebenfalls gibt es inzwischen in den USA Bestrebungen, gegen unliebsame Äußerungen im Internet vorzugehen. So verlor eine Frau ihren Job(öffnet im neuen Fenster) , weil sie nach der Ermordung des rechtskonservativen Influencers Charlie Kirk auf ihrem privaten Facebook-Account schrieb: "Wenn du Charlie Kirk für einen wunderbaren Menschen hältst, können wir keine Freunde sein."
Im Oktober 2025 entzog das US-Außenministerium bereits dem ZDF-Autor Mario Sixtus und fünf weiteren Ausländern ihre Visa, weil sie angeblich "die abscheuliche Ermordung von Charlie Kirk gefeiert haben" . Ebenfalls war in den USA kurzfristig die Late-Night-Show von Jimmy Kimmel abgesetzt worden . Kimmel hatte kritisiert, dass die Maga-Bewegung von US-Präsident Trump versuche, aus der Ermordung politisches Kapital zu schlagen.
Trump selbst sagte zu seiner Entscheidung(öffnet im neuen Fenster) , das Verbrennen der US-Flagge unter Strafe zu stellen: "Wir haben die Meinungsfreiheit weggenommen, weil dies durch die Gerichte entschieden wurde, und die Gerichte haben gesagt, dass Sie Meinungsfreiheit haben, aber was passiert ist, ist, dass das Verbrennen der Flagge die Menschen aufwühlt und irritiert."
Scharfe Kritik aus Deutschland und Frankreich
Die nun verhängten Einreisesperren für die fünf EU-Bürger dürften in erster Linie als symbolischer Akt zu verstehen sein, der sich an die Trump-Unterstützer in den USA richtet. Dennoch ist dies ein sehr unfreundlicher Akt unter Verbündeten, den die Regierungen in Frankreich und Deutschland als inakzeptabel verurteilten(öffnet im neuen Fenster) . ^
Gar nicht hinnehmbar wären Versuche, Organisationen wie Hate Aid von finanziellen Transaktionen auszuschließen. So kündigten die Sparkasse Göttingen und die GLS-Bank die Geschäftsbeziehung zum Verein "Rote Hilfe" auf. Der Grund liegt in der Einstufung der "Antifa Ost" als terroristische Organisation durch die USA.
Unter Trump scheint das Land jedes Maß für den Umgang mit anderen Staaten – mit Ausnahme von Russland – verloren zu haben.



