"Mein Kopf gehört mir": 100 Prominente gegen die Piratenpartei

"Partei der Diebe" nennt Hans-Hermann Tiedje, Ex-Bild-Zeitungs-Chefredakteur, die Piratenpartei, deren Mitglieder ein "ziemlich nutzloses Dasein" führten. Auch Sabine Leutheusser-Schnarrenberger beteiligt sich an der Kampagne "Mein Kopf gehört mir" im Handelsblatt.

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Kampagne: "Mein Kopf gehört mir"
Kampagne: "Mein Kopf gehört mir" (Bild: Handelsblatt/Screenshot: Golem.de)

Im Handelsblatt protestieren 100 Schriftsteller, Unternehmer, Künstler und Politiker gegen die Piratenpartei und das illegale Kopieren im Internet. Die Kampagne "Mein Kopf gehört mir" ist auf dem Titelblatt der Wirtschaftszeitung und reicht im redaktionellen Teil der Printausgabe von den Seiten 60 bis 73.

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Im Zentrum der Kritik der 100 Prominenten steht eine Aussage im Programm der Piratenpartei: "Wir sind der Überzeugung, dass die nichtkommerzielle Vervielfältigung und Nutzung von Werken als natürlich betrachtet werden sollte und die Interessen der Urheber entgegen anders lautenden Behauptungen von bestimmten Interessengruppen nicht negativ tangiert."

An der Kampagne im Handelsblatt nimmt Sabine Leutheusser-Schnarrenberger teil, die sich mit den Worten zitieren lässt: "Die Piraten blenden die wirtschaftlichen Wirkungsmechanismen in der digitalen Welt aus. Sie verstehen das Internet der frühen Neunziger als Blaupause für das Urheberrecht im 21. Jahrhundert. Das Netz ist kein eigener Raum, der nach seiner eigenen Logik tickt."

Hans-Hermann Tiedje, Ex-Bild-Zeitungs-Chefredakteur und Medienmanager, macht die massivsten Aussagen: "Wer im Internet klaut, der stiehlt! So einfach ist das. Die Piraten könnten ihr bisher ziemlich nutzloses Dasein sinnvoll entwickeln, wenn sie ihren Anhängern einen belastbaren Eigentumsbegriff vermitteln würden. Andernfalls werden sie sehr schnell einen neuen Namen bekommen: Partei der Diebe."

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Die Schauspielerin Franka Potente trägt die Aussage bei: "Auch im Youtube-Zeitalter gilt: Ohne Urheberrechte gibt es in Film und Fernsehen keine Qualität. Deshalb sind sie unverzichtbar."

Der Publizist Ulrich Wickert erinnert an den Leser, der seinem Kriminalroman "Die Wüstenkönigin" das dramatische Ende nehmen und ihm ein Happy End verpassen wollte. "Nein, oh Graus! Mein Werk gehört mir. Und der Staat hat die Pflicht, mein Recht zu schützen", fordert Wickert.

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Ankerplatte 17. Apr 2012

Ein schönes Lied zur Doppelzüngigkeit der Piraten: Ich bin Pirat

Der Spatz 10. Apr 2012

Dann bist du wohl nicht so alt wie ich. Heutzutage sind die Grünen - jedenfalls die in...

derdiedas 10. Apr 2012

Ich zahle 9.99¤ an Spotify - damit ist das was ich an Musik höre rechtlich abgedeckt...

iLoveApple 10. Apr 2012

Warum das? So nen Programm wie die FDP? Was ist besser eins haben und eh nichts davon...



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