Mehrwertsteuersenkung: Worauf Firmen sich einstellen müssen

Wegen der Mehrwertsteuersenkung müssen viele Unternehmen in kürzester Zeit ihre Software umstellen. Alle möglichen Sonderfälle müssen berücksichtigt werden, der Aufwand ist enorm.

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Wichtig ist, dass am Ende die Kasse stimmt.
Wichtig ist, dass am Ende die Kasse stimmt. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Die Coronapandemie hat der deutschen Wirtschaft die schwerste Konjunkturkrise seit dem Zweiten Weltkrieg beschert. Um die Folgen abzumildern, hat die Bundesregierung Anfang Juni ein Konjunkturpaket verabschiedet, das unter anderem eine temporäre Absenkung der Mehrwertsteuersätze vorsieht.

Regelsatz und ermäßigter Steuersatz werden ab 1. Juli um drei beziehungsweise zwei Prozentpunkte gesenkt. Für den Staat bedeutet dies einen Verlust bei den Steuereinnahmen von 20 Milliarden Euro. Gesetzlich vorgeschrieben wird die Weitergabe an die Kundschaft nicht - und so ist nicht klar, ob und wie sehr sie von der Absenkung profitieren wird.

Klar ist hingegen, dass eine solche Umstellung immer auch Aufwand in der Umsetzung bedeutet. Vor allem müssen das Kassensystem und die Rechnungssoftware umgestellt werden.

Unternehmen fragen: Kann meine Software das überhaupt?

Zwar dürften die meisten Systeme und Softwareprodukte mit einem geänderten Steuersatz klarkommen. Überprüfen müssen die Firmen das aber schon, am besten so schnell wie möglich.

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Dabei gilt der Grundsatz: Je mehr die Software oder das System auf globale Unternehmen zugeschnitten ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Umstellung problemlos packt. Weltweit betrachtet sind schließlich sehr viel mehr unterschiedliche Mehrwertsteuersätze zu verwalten als zum Beispiel innerhalb der EU.

Der Aufwand unterscheidet sich auch je nachdem, ob es sich um einen großen Konzern, ein kleines Unternehmen oder um Freiberufler handelt. Große Konzerne haben spezialisiertes Personal, das sich mit der Rechnungserstellung und -bearbeitung befasst, während Freiberufler das selbst nebenher machen müssen.

Zudem gibt es einen Zusammenhang mit dem Alter der Software, denn die letzte Änderung des Regelsatzes der Mehrwertsteuer in Deutschland gab es zum 1. Januar 2007. Wer sie mitgemacht hat, hat Erfahrung mit Stichtagen zu Mehrwertsteuer-Änderungen und kann von den vor 14 Jahren erworbenen Erkenntnissen jetzt profitieren. Denn viele der damals identifizierten und zu beachtenden Fälle haben sich nicht oder nur wenig geändert.

Für SAP ist das ein einfacher Prozess, für andere Firmen nicht

Während vom Großkonzern SAP zu hören war, die Mehrwertsteuersätze zu ändern, sei ein einfacher, schlanker Prozess, klingt das bei anderen Firmen anders. Vonseiten des Unternehmens Buhl Data Service, das die von vielen kleinen Unternehmen verwendete Software Mein Büro vertreibt, hieß es: "Es ist nicht damit getan, mal eben eine Zahl zu ändern. Eine Software muss auch Grenzfälle oder Rückabwicklungen können." Dementsprechend viel hat die Entwicklungsabteilung dort zu tun. Auch andere Produkte des Unternehmens müssen bis zum 1. Juli auf die Änderungen koordiniert vorbereitet werden.

Das Thema Mehrwertsteuer ist mehr als das Ändern eines Prozentsatzes. Die Mehrwertsteuerrabatt-Periode beginnt am 1. Juli und endet am 31. Dezember - aber wann welcher Satz auf die Rechnung gehört, ist abhängig vom Datum der Leistungserfüllung und dem Datum des Vertragsabschlusses. Das in Software auszudrücken, bedeutet Programmieraufwand. Erst wenn die Software richtig programmiert ist, können die Warenwirtschaftssysteme, Kassensysteme und Programme die Rechnungen auch nach der Umstellung richtig erstellen.

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Die Anwender: Am 1. Juli morgens muss alles fertig sein 
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tom.stein 07. Jul 2020

Noch einmal und zum mitschreiben das, was ich in mehreren Fachforen dazu fand: Die...

do5rsw 07. Jul 2020

Ja und wenn die dann nicht zu 19% zurückehren sondern erhöhen oder so dann darfst du...

janoP 05. Jul 2020

Wir wollen die Kaufleistung fördern. Was würden wir machen, wenn wir mehr Geld im Monat...

quineloe 01. Jul 2020

Das Meme zum TeXt https://i.imgur.com/unZoIIo.png

Oekotex 29. Jun 2020

Zu Risiken und Nebenwirkungen der Mehrwertsteuersenkung fragen Sie Ihren Steuerberater...



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