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Mehrere Bugs beseitigt: Microsoft verteilt Notfallupdates für Windows

Die neuen Windows-Updates beheben mehrere seit dem September-Patchday bestehende Bugs. Zudem adressiert Microsoft eine vergessene Schwachstelle.
/ Marc Stöckel
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Microsoft behebt zum September-Patchday eingeführte Windows-Probleme. (Bild: Tim Heitman/Getty Images)
Microsoft behebt zum September-Patchday eingeführte Windows-Probleme. Bild: Tim Heitman/Getty Images

Wie Microsoft erst kürzlich bestätigt hat, lösen die zum September-Patchday verteilten Windows-Updates zahlreiche Fehler aus. Einen Großteil davon hat der Konzern nun mit Out-of-Band-Updates adressiert. Dazu zählen etwa RDP-Verbindungsprobleme, nicht funktionierende Ordnerfreigaben in Hyper-V sowie Probleme mit USB-Audiogeräten. Betroffenen wird empfohlen, die jüngsten Notfallupdates einzuspielen.

Für Windows 11 24H2 und 25H2 trägt das neue Update die Bezeichnung KB5129195(öffnet im neuen Fenster). Laut Beschreibung behebt es die RDP-Verbindungsprobleme, die zahlreichen Nutzern im Netz in den vergangenen Tagen aufgefallen waren. Ein Fehler im September-Update konnte hier zu Instabilitäten bei den Remote Desktop Services (RDS) führen.

Laut Microsoft behebt das Notfallupdate zudem Probleme mit Ordnerfreigaben für Linux-VMs in Hyper-V, die mit Plan9 erstellt wurden. Hier konnte es etwa dazu kommen, dass freigegebene Ordner in der jeweiligen Gastumgebung nicht angezeigt wurden. Dadurch wurden auch auf entsprechende Freigaben angewiesene Anwendungen wie Claude Cowork und das Windows-Subsystem für Linux (WSL) beeinträchtigt.

Weitere Korrekturen und Updates

Auch Probleme mit USB-Audio-Class-1.0-Geräten wurden mit KB5129195 adressiert. In diesem Fall ist die Korrektur aber unvollständig. Laut Microsoft können Mehrkanal-Audiosysteme durch das Update nicht mehr nur im Stereomodus betrieben werden. Zu Fehlermeldungen, ineffektiven Soundeinstellungen und ganz ausfallenden USB-Audiogeräten kann es aber weiterhin kommen. Diese Probleme will Microsoft mit einem späteren Update beheben.

Neben KB5129195(öffnet im neuen Fenster) für Windows 11 24H2 und 25H2 hat Microsoft auch noch Out-of-Band-Updates für Windows 11 26H1 (KB5129194(öffnet im neuen Fenster)) und Windows 10 (KB5129236(öffnet im neuen Fenster)) sowie Windows Server 2016 (KB5129239(öffnet im neuen Fenster)), 2019 (KB5129238(öffnet im neuen Fenster)), 2022 (KB5129237(öffnet im neuen Fenster)) und 2025 (KB5129235(öffnet im neuen Fenster)) bereitgestellt, die ebenfalls die genannten Korrekturen enthalten.

Zu den weiteren nach dem September-Patchday von Nutzern beobachteten Fehlern hat sich Microsoft bisher nicht geäußert. Dazu zählen etwa Probleme mit AMD-GPU-Treibern(öffnet im neuen Fenster), mit dem Dateiversionsverlauf(öffnet im neuen Fenster) sowie Startprobleme des Windows-Explorers(öffnet im neuen Fenster). Wann es dafür effektive Korrekturen geben wird, bleibt abzuwarten. Vorerst scheint nur eine Deinstallation der regulären September-Updates zu helfen.

Eine vergessene Lücke in Windows 11

Speziell unter Windows 11 hat Microsoft mit den neuen Notfallupdates auch noch eine gefährliche Sicherheitslücke geschlossen. Diese ist als CVE-2026-62721(öffnet im neuen Fenster) registriert und ermöglicht es Angreifern, über den User-Mode Power Service (UMPS) von Windows Systemrechte zu erlangen. Hinweise auf eine aktive Ausnutzung gibt es zwar bisher nicht, Microsoft hält ein Aufkommen entsprechender Angriffe aber für "eher wahrscheinlich".

Unter Windows 10 und Windows Server wurde CVE-2026-62721 zum September-Patchday bereits geschlossen. Microsoft hatte es aber nach eigenen Angaben versäumt, die Korrektur auch für Windows 11 bereitzustellen. Das hat der Konzern mit den zum 14. September veröffentlichten Out-of-Band-Updates nun nachgeholt.

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