Mehr Zeit für The Winds of Winter: George R. R. Martins Vertrag mit HBO ist ausgesetzt

In seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) hat George R. R. Martin geschrieben, dass der Autorenstreik jetzt auch Auswirkungen auf ihn habe. Sein Vertrag(öffnet im neuen Fenster) mit HBO sei vom Pay-TV-Sender ausgesetzt worden. Dabei befand er sich erst im zweiten Jahr seiner fünfjährigen Laufzeit, in der Martin für den Sender verschiedene Formate entwickeln sollte.
"Um mich muss man sich aber keine Sorgen machen. Ich habe natürlich viel zu tun und bin darum einer derjenigen, die sich glücklich schätzen dürfen," sagte Martin. In beiden Streiks gehe es nicht um die namhaften Autoren, Produzenten oder Showrunner. Denen gehe es gut.
"Wir streiken für die Autoren, die am Anfang stehen, für die Story Editors, die Studenten, die ins Business wollen, den Schauspieler, der nur vier Textzeilen hat, denjenigen, der im Stab arbeitet, aber davon träumt, eines Tages seine eigene Sendung zu machen, so wie es mir selbst in den 80er Jahren ging."
In seinem Blog schreibt Martin auch darüber, wie sich der Job des Drehbuchautors in den letzten Jahren verändert habe und wie die Umstände jetzt verhinderten, dass neue und kompetente Showrunner nach oben kommen. Das setzt er stets in Kontext zu seiner eigenen Karriere, die so heute sehr viel schwieriger zu erreichen wäre, wie er sagt.
Dass die Zusammenarbeit nun von Warner/Discovery gestoppt wurde, macht überdeutlich, welchen Wert die großen Firmen den Autoren beimessen - und das selbst bei einer erwiesenen Größe wie Martin, der verschiedene Spin-offs seines Mega-Erfolgs Game of Thrones entwickelte.
Langweilig wird Martin aber nicht. Er editiert nach eigenen Angaben ein paar neue Bücher der Wild-Cards-Reihe und arbeitet "fast jeden Tag" an The Winds of Winter, dem sechsten Roman des Lieds von Eis und Feuer, auf den die Fans bereits seit vielen Jahren warten. Ein Veröffentlichungstermin steht aber noch immer nicht fest.



