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Mehr RAM: AMD arbeitet an Unterstützung für nicht-binären Speicher

Mit vier 48 GByte RAM-Modulen lassen sich 192 GByte in ein Desktop-System packen. Bislang unterstützt die aber nur Intel, AMD zieht nach.
/ Johannes Hiltscher
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Mit nicht-binärem Speicher passen 50 Prozent mehr RAM aufs Board. (Bild: Corsair)
Mit nicht-binärem Speicher passen 50 Prozent mehr RAM aufs Board. Bild: Corsair

Bei 128 GByte war für lange Zeit Schluss für normale Desktop-Systeme: Mehr Speicher passte nicht rein, da nur DIMMs mit 32 GByte Kapazität auf dem Markt waren. Im Januar 2023 kündigte Micron dann Speicherchips mit höherer Kapazität an, mit denen 48-GByte-Module möglich sind. Nutzen ließen sich diese bislang nur auf Intel-Boards. Videocardz fand jedoch einen Hinweis(öffnet im neuen Fenster) , dass auch AMD an neuer Firmware arbeitet.

Offiziell kündigte das ein Mitarbeiter des Marketings von Asus in dessen ROG-Forum an. Er veröffentlichte eine Nachricht(öffnet im neuen Fenster) , dass ein Strix X670E Mainboard mit 192 GByte Speicher stabil laufe. Bereits zuvor hatte es Spekulationen gegeben(öffnet im neuen Fenster) , dass AMD mit der nächsten Version seiner Firmware Agesa 1.0.0.7 den sogenannten nicht-binären Speicher unterstützen werde.

Anders als Intels Mainboards mit Chipsätzen der Reihen 600 und 700 hatten AMDs aktuelle Ryzens bislang Probleme mit den unüblichen Größen der Speichermodule. Die Systeme booten dann nicht. Da Asus offensichtlich bereits die neue Firmware testet, dürfte diese nicht mehr allzu lang auf sich warten lassen.

Noch kein Release-Termin

Die 48-GByte-Module, die auch als nicht-binär bezeichnet werden, da ihre Größe anders als bislang üblich nicht einer Zweierpotenz entspricht, sind mittlerweile erhältlich. Allerdings stammen die Module von Corsair , Micron scheint bislang keine eigenen nicht-binären DIMMs anzubieten. Wann allerdings AMD und die Mainboard-Hersteller die dafür benötigte Firmware ausliefern, steht aktuell noch nicht fest.


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