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Mehr Lohn: Wieder Streiks bei Amazon

Seit April 2013 kämpfen die Lagerarbeiter bei Amazon für mehr Lohn. Heute gibt es wieder Streiks an mehreren Standorten.
/ Achim Sawall
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Amazon-Mitarbeiter streiken am Standort Graben bei Augsburg. (Bild: Verdi)
Amazon-Mitarbeiter streiken am Standort Graben bei Augsburg. Bild: Verdi

Ein neuer Streik im Versandlager von Amazon in Bad Hersfeld hat in der Nacht zum Freitag begonnen. Mit Beginn der Nachtschicht um 0 Uhr legten Arbeiter der beiden Standorte FRA1 und FRA3 in Bad Hersfeld erneut die Arbeit nieder, wie Verdi bekannt(öffnet im neuen Fenster) mitteilte.

Die bei Verdi Organisierten wollen einen Tarifvertrag, aber auch Druck machen, um in diesem Jahr eine Lohnerhöhung zu erreichen. Der Streik wird am Samstag, 31. Mai, bis zum Ende der Spätschicht fortgesetzt.

In Leipzig soll der Streik heute mit der Frühschicht beginnen. Für den Vormittag sind Kundgebungen geplant, Verdi-Chef Frank Bsirske soll dort sprechen.

"Einen Tarifvertrag werden wir bei Amazon nicht von heute auf morgen durchsetzen, doch wir machen auch Druck für eine Lohnerhöhung", sagte Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke, "denn die Preise und Belastungen steigen auch für die Kollegen von Amazon. Amazon stellt sich gerne als guter Arbeitgeber dar". Lohnsteigerungen, die für andere im Einzel- und Versandhandel gelten, sollten auch Amazon-Beschäftigten zu Gute kommen. Im vergangenen Jahr wurden im Einzel- und Versandhandel in Hessen 5,1 Prozent mehr Lohn und Gehalt in zwei Stufen durchgesetzt. Für Amazon-Lagerarbeiter gab es 2013 eine Erhöhung von durchschnittlich zwei Prozent, für dieses Jahr ist bisher keine Erhöhung vorgesehen.

Die Verdi-Mitglieder haben vor mehr als einem Jahr, im April 2013, mit Streiks an den Standorten Leipzig und Bad Hersfeld begonnen.

Die Geschäftsführung sieht Amazon jedoch als Logistikunternehmen, für das die Tarifverträge der Versandhandelsbranche nicht gelten, und lehnt Verhandlungen ab. An keinem deutschen Standort gibt es eine Tarifbindung. Das Unternehmen zahlt nach einem firmeneigenen Vergütungssystem, das laut Verdi deutlich unter den Tarifen des Einzel- und Versandhandels liegt.


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