• IT-Karriere:
  • Services:

Mehr Lohn: Amazon-Streik vor Ostern beginnt

Bald sind es drei Jahre, in denen Amazon-Beschäftigte für mehr Geld streiken. Die Amazon-Geschäftsleitung verweigert Verhandlungen, der Kampf geht vor Ostern in eine neue Runde. Wir sprachen mit einem Streikführer über die Forderungen und darüber, wie viel Lohn Amazon zahlt.

Artikel veröffentlicht am ,
Lagerarbeiter in Koblenz
Lagerarbeiter in Koblenz (Bild: Amazon/Screenshot: Golem.de)

Die Verdi-Mitglieder des Amazon-Standorts Koblenz sind im Streik. Das gab die Gewerkschaft Verdi bekannt. Mit der Nachtschicht am 21. März begann der Ausstand um 22 Uhr. Der Streik soll zunächst bis zum Ende der Spätschicht am 23. März befristet sein.

Stellenmarkt
  1. über Jobaffairs Personal- und Mediaagentur GmbH, München
  2. CITTI Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Kiel

Marko Bärschneider, zuständiger Verdi-Gewerkschaftssekretär in Koblenz, sagte: "Wir fordern Amazon erneut auf, den Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz anzuerkennen." Amazon verweigert seit Jahren jede Verhandlung mit den Streikenden und ihrer Gewerkschaft. Deswegen kommt es seit Mitte Mai 2013 immer wieder zu Streiks. "Ohne erkennbare Bereitschaft, mit unserer Verdi Tarifkommission sich an den Verhandlungstisch zu setzen, muss Amazon immer wieder mit Streiks rechnen", kündigte Bärschneider an. Ob in den anderen acht Amazon-Versandzentren in Deutschland vor Ostern gestreikt wird, lässt Verdi noch offen. In acht von neun Logistikzentren im Bundesgebiet wurde bereits gestreikt. Nur das erst 2013 in Brieselang (Brandenburg) eröffnete Warenlager beteiligte sich noch nicht.

Was Amazon wirklich zahlt

Verdi fordert monatliche Tariflöhne in Höhe von 2.150 Euro, 1.343 Euro Weihnachtsgeld und ein tarifliches Urlaubsgeld in Höhe von 1.181 Euro. Die wöchentliche tarifliche Arbeitszeit soll auf 37,5 Stunden festgeschrieben und sechs Wochen Urlaub gewährt werden. Das Unternehmen nennt sich selbst einen Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen. Bei Amazon gibt es kein Urlaubsgeld und nur ein geringes Weihnachtsgeld. Beschäftigte klagen laut Verdi über hohe Arbeitshetze und Überwachung am Arbeitsplatz. In Feedback-Gesprächen würden Arbeiter wegen Inaktivität von nur einer Minute unter Druck gesetzt. Der Krankenstand ist laut Verdi sehr hoch.

Bärschneider sagte Golem.de: "An dem Streik sind rund 200 Arbeiter aus drei Schichten beteiligt." Der Einstiegslohn beträgt 1.850 Euro, nach zwölf Monaten werde auf 1.950 Euro erhöht. Bei einer Betriebszugehörigkeit ab 24 Monaten gibt es 2.071 Euro. "Es heißt immer, der Kampf bringt nichts, doch wir haben durch die Proteste in Koblenz die Zahl der befristeten Verträge von 35 Prozent auf 10 Prozent reduziert. Wir werden nicht aufhören, bis der Tarifvertrag durchgesetzt ist", kündigte Bärschneider an.

"In Früh- und Spätschicht zusammen waren weniger als 100 Mitarbeiter beteiligt", teilte Amazon-Sprecherin Anette Nachbar Golem.de mit.

Nachbar: "Wir bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist, an allen Standorten in Deutschland umgerechnet mindestens 10 Euro brutto pro Stunde, im Durchschnitt in Deutschland 10,40 Euro brutto pro Stunde bei 38,75 Stunden pro Woche." Hinzu kämen Bonus, Weihnachtsgeld, Mitarbeiter-Aktien, Gratis-Versicherungen, ein Pensions-Fonds und Mitarbeiterrabatte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. (u. a. Far Cry 5 für 14,99€, Far Cry New Dawn für 17,99€, Far Cry für 3,99€)
  3. 18,49€
  4. 7,99

snadir 22. Mär 2016

Eins noch: in aller Regel gibt auch noch das 2. Gehalt. Mir ist natürlich der zu hohe...

Codemonkey 22. Mär 2016

Ja, der Einzelhandel braucht danach sicher auch mehr, weil der Konsummüll den sich die...

Bouncy 22. Mär 2016

Ja. Aber Dinge ändern sich, Dinge wie Löhne, Flottenpreise und Infrastruktur etwa...

Mopsmelder500 22. Mär 2016

ein Mückenstich und das obwohl es nur um Kinkerlitzchen geht. Denn bei den meisten gehts...


Folgen Sie uns
       


Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie man mit DeepFaceLab arbeitet.

Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial Video aufrufen
Dauerbrenner: Bis dass der Tod uns ausloggt
Dauerbrenner
Bis dass der Tod uns ausloggt

Jedes Jahr erscheinen mehr Spiele als im Vorjahr. Trotzdem bleiben viele Gamer über Jahrzehnte hinweg technisch veralteten Onlinerollenspielen wie Tibia treu. Woher kommt die anhaltende Liebe für eine virtuelle Welt?
Von Daniel Ziegener

  1. Unchained Archeage bekommt Parallelwelt ohne Pay-to-Win
  2. Portal Knights Computerspielpreis-Gewinner bekommt MMO-Ableger

Videostreaming: Was an Prime Video und Netflix nervt
Videostreaming
Was an Prime Video und Netflix nervt

Eine ständig anders sortierte Watchlist, ein automatisch startender Stream oder fehlende Markierungen für Aboinhalte: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Spaß am Streaming vermiesen - eine Hassliste.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. WhatsOnFlix Smartphone-App für bessere Verwaltung der Netflix-Inhalte
  2. Netflix Staffel-2-Trailer zeigt Cyberpunk-Welt von Altered Carbon
  3. Videostreaming Netflix musste Night of the Living Dead entfernen

Geforce Now im Test: Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU
Geforce Now im Test
Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU

Wer mit Nvidias Geforce Now spielt, bekommt laut Performance Overlay eine RTX 2060c oder RTX 2080c, tatsächlich aber werden eine Tesla RTX T10 als Grafikkarte und ein Intel CC150 als Prozessor verwendet. Die Performance ist auf die jeweiligen Spiele abgestimmt, vor allem mit Raytracing.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Cloud Gaming Activision Blizzard zieht Spiele von Geforce Now zurück
  2. Nvidia-Spiele-Streaming Geforce Now kostet 5,49 Euro pro Monat
  3. Geforce Now Nvidias Cloud-Gaming-Dienst kommt noch 2019 für Android

    •  /