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Mehr Lohn: Amazon-Arbeiter streiken im Weihnachtsgeschäft

Am Standort Bad Hersfeld haben Amazon-Mitarbeiter nach einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi die Arbeit niedergelegt. Sie fordern einen Tarifvertrag und eine Eingruppierung in den Einzelhandel.

Artikel veröffentlicht am ,
Streiks bei Amazon zum Weihnachtsgeschäft.
Streiks bei Amazon zum Weihnachtsgeschäft. (Bild: Verdi)

Amazon-Mitarbeiter in Bad Hersfeld befinden sich dpa-Informationen zufolge nach einem Aufruf der Gewerkschaft Verdi im Streik. Vor zwei Werkstoren stünden rund 30 Mitarbeiter, sagte eine Verdi-Sprecherin am Montagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. Weitere Streikende sollten zu einer Kundgebung um 9 Uhr dazu kommen. Schon Ende Oktober 2014 hatte Verdi angekündigt, sich im Weihnachtsgeschäft "nicht wie brave Lämmer" zu verhalten.

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Der Streik soll den gesamten Montag über laufen. Noch ist nicht klar, ob er am Dienstag fortgesetzt wird oder auch andere Standorte mitstreiken werden. Ein Streik mitten in der Vorweihnachtszeit könnte Amazon schwerer treffen als sonst. Vor Weihnachten werden die meisten Bestellungen erwartet, was auch ein Grund für die Arbeitsniederlegung ist.

"Solange Amazon den Beschäftigten den Respekt und Schutz durch Tarifverträge verweigert, werden wir den Druck aufrechterhalten", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Mit den Weihnachtsangeboten sei der Arbeitsdruck für die Beschäftigten noch einmal deutlich angestiegen.

Der US-Konzern weigert sich weiter, über einen Tarifvertrag zu den Bedingungen des Einzelhandels zu verhandeln und bezeichnet sich selbst als Logistikunternehmen, dessen Bezahlung schon am oberen Ende des branchenüblichen Niveaus liege. Amazon beschäftigt in Deutschland an neun Standorten mehr als 9.000 Mitarbeiter.

Schon mehrmals hatte es in der Vergangenheit Streiks bei Amazon gegeben. Ende Oktober 2014 wurde beispielsweise in Rheinberg in Nordrhein-Westfalen sowie in Bad Hersfeld und Graben eine Woche lang gestreikt. Damals rechnete die Gewerkschaft vor, dass durch den fehlenden Tarifvertrag die Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen zum Teil mehrere Hundert Euro weniger bekämen. Da Amazon auch keine Nachtzuschläge zahle, stünden jedem Mitarbeiter im Schichtdienst rund 250 Euro brutto mehr pro Monat zu. Dazu kämen ein festes Weihnachts- und Urlaubsgeld. Verdi kritisiert außerdem die Befristung der Arbeitsverträge. Gut ein Drittel aller Beschäftigungsverhältnisse bei Amazon seien befristet.

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glacius 09. Dez 2014

Sehe ich ähnlich, also warum nochmal wird gestreikt? Macht so keinen rechten Sinn oder...

glacius 09. Dez 2014

Verstehe ich nicht, wir sind hie rin Deutschland und sobald es eine Gewerkschaft gibt...

glacius 09. Dez 2014

Stimmt, im Einzelhandel werden auch logistische Arbeiten durchgeführt. Zusätzlich zu all...

glacius 09. Dez 2014

Ich kann Deiner Argumentation nicht folgen. Grundsätzlich wird/sollte nach Qualifikation...

Garius 09. Dez 2014

Ist das so? Hat man als Streikender wirklich frei? Dachte da muss man dennoch auf Arbeit...


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