Megawattladen: Ladenetz mit bis zu 4,5 Megawatt für Elektro-Lkw geplant
Um die Elektrifizierung des Lkw-Fernverkehrs voranzutreiben, hat der Verband der Automobilindustrie(öffnet im neuen Fenster) einen Förderantrag für besonders leistungsfähige Infrastruktur eingereicht, mit der auch große Akkus schnell geladen werden können.
Ziel des Projektes Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr (Hola) sind Planung, Errichtung und Betrieb einer Ladeinfrastruktur. Dies erfolgt an einer Demonstrationsstrecke zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet. Zudem werden im Projekt Forschungsfragen rund um den späteren flächendeckenden Ausbau von Hochleistungsladeparks in Deutschland behandelt und eine Blaupause für die Ausgestaltung von Ladestandorten erstellt.
Konkret sollen im Hola-Projekt an vier Standorten entlang der Bundesautobahn A2 je zwei Hochleistungsladepunkte mit dem sogenannten Megawatt Charging System (MCS) aufgebaut, betrieben und im realen Logistikbetrieb angewandt werden. Zunächst werden an den Standorten CCS-Ladepunkte (Combined Charging System) für Lkw errichtet, später soll das MCS folgen. Die Ladestandorte sollen auf Autobahnraststätten sowie Logistikzentren und Betriebshöfen errichtet werden.
Was bedeutet Megawattladen?
Das Megawatt Charging System(öffnet im neuen Fenster) ist ein in der Entwicklung befindlicher Ladestecker für Elektrofahrzeuge mit großen Batterien. Der Stecker wird für das Laden mit bis zu 4,5 Megawatt (3.000 Ampere bei 1.500 Volt) Gleichstrom (DC) ausgelegt sein.
Die Fahrzeuge werden von Daimler, MAN, Volvo und Scania zur Verfügung gestellt, für den Betrieb der Ladestationen sorgt EnBW zusammen mit ABB, Heliox und Siemens. Assoziierte Partner sind E.DIS Netz, Ionity, Meyer & Meyer, Tank&Rast sowie die Netze BW GmbH.
Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, der Universität Stuttgart, der Bauhaus-Universität Weimar und den Technischen Universitäten Berlin und Dortmund.
Der Betrieb soll im Herbst 2023 starten.
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