Megawatt: Glasfaser hat den geringsten Strombedarf

Im Vergleich zeigt das TV-Kabelnetz einen noch höheren Energiebedarf als Vectoring. Verglichen mit Kabelnetzen ließen sich mit Glasfaser 496 Megawatt einsparen.

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Glasfaser-Visualisierung des Breko
Glasfaser-Visualisierung des Breko (Bild: Breko)

Durch ihren geringen Stromverbrauch bieten FTTH-Netze die Möglichkeit einer energieeffizienten Datenübertragung. Dies bestätigt ein aktuelles Gutachten von Kristof Obermann von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) im Auftrag des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), das am 5. Mai 2022 vorgestellt wurde.

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Obermann sagte: "Obwohl in Bezug auf FTTC und Docsis einige optimistische und für FTTH sehr konservative Annahmen getroffen wurden, sind die hier betrachteten FTTH-Technologien in jedem Szenario - deutschlandweit, städtische, halbstädtische und ländliche Gebiete - die nachhaltigsten aller verglichenen Internet-Zugangstechnologien." Sie seien sowohl deutlich günstiger beim Stromverbrauch als auch in Bezug auf das Gesamtgewicht der Systemtechnik beim Teilnehmer.

FTTH benötigt demnach im laufenden Betrieb bis zu 2,6-mal weniger Strom als Glasfasernetze bis ins Gebäude (FTTB - Fiber to the Building), bis zu 3-mal weniger als kupferbasierte Vectoring-/Super-Vectoring-Netze (FTTC - Fiber To The Curb) und bis zu 6-mal weniger als TV-Kabelnetze mit Docsis 3.1.

Vergleicht man den Stromverbrauch aller gigabitfähigen Technologien bei einem Gigabitanschluss (1 GBit/s), verbrauchen FTTH-Netze bis zu 3,6-mal weniger Strom als FTTB-Netze und bis zu 8-mal weniger Strom als Koaxialnetze.

Open Access spart Tiefbau und Energie

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Hochgerechnet auf die flächendeckende Versorgung Deutschlands hätten reine Glasfasernetze (FTTH) einen Stromverbrauch von 154 Megawatt. Kupferbasierte FTTC-Netze würden im gleichen Szenario 350 Megawatt benötigen und Kabelnetze 650 Megawatt. Im Vergleich zu Kabelnetzen ließen sich mit Glasfaser demnach 496 Megawatt einsparen. Das entspricht rund 50 Prozent der Leistung des Braunkohlekraftwerks Schkopau in Sachsen-Anhalt.

Durch Optimierungen der Hardwarekomponenten, beispielsweise der Router, ließe sich der Stromverbrauch weiter senken. Durch die gleichzeitige Nutzung eines Glasfasernetzes durch mehrere Anbieter ergibt Open Access weiteres Sparpotenzial sowohl beim Ausbau als auch im Betrieb.

Auch im Vergleich mit dem Mobilfunkstandard 5G ist Glasfaser deutlich sparsamer. Eine aktuelle Studie von Eoptimo aus Dänemark hat den Energieverbrauch einer 1-GBit/s-Glasfaserverbindung mit einer entsprechenden 5G-Verbindung verglichen. Eine Glasfaserverbindung verbraucht danach 85 Watt, die 5G-Verbindung 1.157,7 Watt. Der Strombedarf eines Glasfaseranschlusses (FTTH) ist demnach 13-mal geringer als der einer 5G-Verbindung.

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berritorre 09. Mai 2022

Sehe ich ähnlich. Was am Ende hinten dran hängt kann beim Vergleich zwischen Kabel und...

SchmidtsKatze 09. Mai 2022

Bis spätestens 2020 wollten die Stadtwerke Schweinfurt Regionet unter CSU...

Lehmmanbnhb 08. Mai 2022

Genau deswegen habe ich ihn gewählt, da die kontaktierte Instanz, bildlich gesprochen...

M.P. 08. Mai 2022

Für einen Link wäre ich dankbar...



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