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Megaupload: Kim Schmitz muss mit monatlich 37.000 Euro zurechtkommen

Megaupload -Gründer Kim Schmitz wird bis zu seiner Auslieferungsverhandlung im Sommer 2012 nicht verhungern. Er bekam aber vom Gericht weit weniger Geld zugesprochen als gefordert. Fahren darf er auch sein beschlagnahmtes 120.000-US-Dollar-Auto.
/ Achim Sawall
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Kim Dotcom vor einem Gerichtsgebäude in Auckland (Bild: Gino Demeer/Reuters)
Kim Dotcom vor einem Gerichtsgebäude in Auckland Bild: Gino Demeer/Reuters

Kim Schmitz alias Kim Dotcom hat von einem Gericht in Neuseeland monatlich 60.000 Neuseeland-Dollar (36.830 Euro) aus seinem Vermögen zugesprochen bekommen(öffnet im neuen Fenster) . Gefordert hatte der Gründer von Megaupload monatlich 220.000 Neuseeland-Dollar (138.000 Euro). Den Betrag benötige er für laufende Ausgaben für sich und seine Familie, darunter für Bodyguards, Kindermädchen und einen Butler.

Schmitz darf auch seinen Mercedes-Benz G55 AMG fahren, der einen Neuwert von 120.000 US-Dollar hat. Das hat Richterin Judith Potter am 22. März 2012 entschieden. Das Auto war eines der 21 beschlagnahmten Fahrzeuge, die bei Schmitz' Verhaftung im Januar 2012 sichergestellt wurden. Mit ihm wurden die beiden Deutschen, Chief Marketing Officer Finn B. und Finanzchef Mathias O., sowie der Niederländer Bram K. festgenommen.

Ende Februar 2012 hatte Richterin Potter für die Familie Schmitz 30.000 Neuseeland-Dollar (18.900 Euro) für den Zeitraum von drei Wochen freigegeben. Zudem wird geprüft, ob bei der Beschlagnahmung des Vermögens Formfehler gemacht wurden.

Die Anhörung zur Auslieferung der Beschuldigten in die USA wird im August 2012 erwartet. US-Ermittler erklärten, Megaupload hätte Einnahmen in Höhe von 175 Millionen US-Dollar verzeichnet.

US-Filmindustrie will Sicherstellung der Megaupload-Daten in den USA

Der US-Filmindustrieverband Motion Picture Association of America (MPAA) hat ein Gericht aufgefordert, dass die 25 Petabyte Nutzerdaten bei Carpathia, Megauploads Hoster im US-Bundesstaat Virginia, sichergestellt werden müssen. Die MPAA benötigte die Daten für eine mögliche Klage gegen Megaupload und andere.

MPAA Vice President Howard Gantman sagte dem US-Magazin Wired(öffnet im neuen Fenster) , es ginge nicht darum, einzelne Megaupload-Nutzer zu verklagen. Die Filmstudios wollten aber auch gegen nicht näher benannte "Vermittler" vorgehen.


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