Megaupload: Kim Dotcom bekommt Computer zurück

Ein kleiner Triumph für Kim Schmitz alias Kim Dotcom: Zweieinhalb Jahre nach einer Razzia durch die neuseeländische Polizei in seinem Haus erhält der Gründer von Megaupload einen Teil seines Materials zurück. Wie die Webseite Arstechnica.com berichtet(öffnet im neuen Fenster) , bekommt Kim Dotcom "Klone" seiner Computer - vorausgesetzt, er liefert der Polizei die dazugehörigen Passwörter.
Die Passwörter könnten nur an zwei Mitarbeiter der Polizei von Neuseeland weitergegeben werden, die geschworen hätten, die Informationen nicht weiterzugeben, zitiert Arstechnica eine Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) von Dotcoms Anwältin gegenüber Businessweek.com. Damit solle verhindert werden, dass "die USA von dem illegal entwendeten Material profitieren und weiterhin Dotcoms Privatsphäre verletzen." Bisher habe Kim Dotcom eine Verteidigungsstrategie ohne Zugang zu seinen eigenen Firmendaten aufbauen müssen, erklärt Artechnica.
Gericht hat Razzia für legal befunden
Die Polizei von Neuseeland hatte Computer, Festplatten, Mobiltelefone und andere Geräte bei einer Razzia in Dotcoms Haus 2012 konfisziert. Ob diese Durchsuchung legal war, war in Neuseeland lange umstritten. Ein Berufungsgericht hat im Februar ein früheres Gerichtsurteil aufgehoben , das die Razzia für illegal erklärt hatte. Dass die USA sich das Material aber dennoch illegal verschafft hätten, habe das Gericht bestätigt, zitiert Bloomberg die Anwältin.
Die Vereinigten Staaten betrachten Kim Dotcom weiterhin als einen "Internet-Flüchtling" , schreibt Arstechnica. Das Justizministerium hofft noch immer, dass Neuseeland Kim Dotcom ausliefert , um ihn in den USA wegen Urheberrechtsverletzung anzuklagen. Die Entscheidung über eine Auslieferung wird laut Arstechnica für Februar 2015 erwartet.