Megaupload: Google verteidigt 1-Click-Filehoster Hotfile

Google verteidigt vor Gericht Hotfile, um zu verhindern, dass die Filmindustrie 1-Click-Filehoster immer weiter in die Illegalität drängt. Davon wären auch Youtube und Twitter betroffen. Indirekt hilft Google damit auch Megaupload.

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Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt
Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt (Bild: Rick Wilking/Reuters)

Google stellt sich in einem Prozess der Filmindustrie auf die Seite des 1-Click-Filehosters Hotfile. Der Internetkonzern hat eine Eingabe bei einem US-Bundesgericht im Sinne von Hotfile gemacht, berichtet das Magazin Torrentfreak.

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Der Verband der US-Filmindustrie, die Motion Pictures Association of America (MPAA), hatte im Februar 2011 Klage gegen Hotfile eingereicht. Das Angebot ermögliche die unrechtmäßige Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials in großem Maßstab.

Über den 1-Click-Filehoster würden täglich tausende Filme und Fernsehsendungen heruntergeladen, deren Rechte bei den MPAA-Mitgliedern lägen. Dieser "gewaltige digitale Diebstahl" habe dazu geführt, dass Hotfile in weniger als zwei Jahren "zu einer der 100 meistbesuchten Seiten der Welt geworden" sei. Hotfile rate seinen Nutzern sogar davon ab, den Dienst als Onlinespeicher zu nutzen und fördere das Hochladen urheberrechtlich geschützten Materials. Die Klage wurde von einem Gericht im US-Bundesstaat Florida eingereicht, wo der Hotfile-Betreiber Anton Titov seinen Wohnsitz hat. Titov wehrte sich mit einer Gegenklage gegen das Filmstudio Warner Bros. Entertainment, das nach seiner Aussage versucht, Löschverfügungen für Inhalte zu erwirken, deren Rechte es nicht besitzt. Die digitalen Bürgerrechtler der EFF nehmen als Amicus Curiae an dem Prozess teil.

Google: Hoster vom Digital Millennium Copyright Act (DMCA) geschützt

Google ergriff vor dem Bundesgericht in Florida Partei für Hotfile, weil die Filmstudios vor Gericht irreführende Angaben machten und Hotfiles Geschäftsbetrieb von dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) geschützt sei. Google wies damit zugleich indirekt Vorwürfe zurück, die von US-Regierungsstellen gegen Megaupload erhoben worden waren. Youtube, Facebook, Twitter und Wikipedia seien nur in der Lage sich zu entwickeln, weil sie durch das DMCA geschützt seien. Wenn sich die MPAA durchsetze, würden all diese Internetunternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten geraten.

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Vor zwei Wochen hatte die Filmindustrie die Schließung von Hotfile gefordert.

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