Megaupload: Dotcom zahlt 5 Millionen Dollar für Rettung vor Abschiebung
Kim Dotcom hat eine Prämie für Informationen ausgesetzt, die ihn vor der Abschiebung in die USA bewahren. Der Internetunternehmer sagte dem Onlinemagazin Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) : "Wir suchen nach Informationen, die Rechtswidrigkeit oder Bestechlichkeit der US-Regierung, der neuseeländischen Regierung, der Geheimdienste, Strafverfolgungsbehörden und Hollywoods" belegen, sagte Dotcom. Er würde 5 Millionen US-Dollar für entsprechende Informationen zahlen.
Seine Anwälte und er seien der Meinung, dass die Offenlegung solcher Informationen legal sei. Ein Whistleblower würde zudem kostenlosen Rechtsschutz von seinem juristischen Team erhalten. "Ich werde das Kopfgeld nicht nur für Informationen bezahlen, mit denen ich das Verfahren gewinne, sondern für alles, was nützlich ist" , sagte Dotcom.
Wegen des Vorwurfs schwerer Urheberrechtsverletzungen wurde Megaupload auf Betreiben des US-Justizministeriums Anfang 2012 geschlossen. Dotcom und vier seiner Mitarbeiter wurden verhaftet, sein Haus durchsucht, Rechner und Speicher beschlagnahmt. Dem 40-Jährigen droht im Falle einer Abschiebung eine Strafe von maximal 20 Jahren wegen krimineller Geschäfte und Geldwäsche.
Im April 2014 verklagten die sechs Hollywoodstudios 20th Century Fox, Disney, Paramount, Universal, Columbia Pictures und Warner Bros. Megaupload im US-Bundesstaat Virginia. Megaupload habe durch den Verkauf von Premium-Zugängen 150 Millionen US-Dollar und 25 Millionen US-Dollar durch Onlinewerbung verdient, so die MPAA.
Zudem versucht die Filmbranchenorganisation MPAA (Motion Picture Association of America), juristisch eine erneute Beschlagnahmung des Vermögens von Dotcom zu erreichen.
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