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Megaupload: Dotcom könnte Weihnachten in Abschiebehaft verbringen

Der jahrelange juristische Streit zwischen Kim Dotcom und den USA dürfte morgen einen neuen Höhepunkt finden. Der Courts of New Zealand trifft seine Entscheidung über die Abschiebehaft in die USA am 23. Dezember 2015.
/ Achim Sawall
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Kim Dotcom am 24. September 2015 mit seinem Anwalt (l.) vor Gericht (Bild: Nigel Marple/Reuters)
Kim Dotcom am 24. September 2015 mit seinem Anwalt (l.) vor Gericht Bild: Nigel Marple/Reuters

Im Prozess um die Abschiebung des Megaupload-Gründers Kim Dotcom wird überraschend am 23. Dezember 2015 eine Entscheidung fallen. Das hat der Courts of New Zealand bei Twitter offiziell(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben. Laut einem Bericht der New Zealand Times(öffnet im neuen Fenster) könnte Dotcom damit die Weihnachtstage in Abschiebehaft verbringen.

Dem ging eine zweimonatige Anhörung voraus. Das Urteil wird District Court Judge Nevin Dawson verlesen. Die USA fordern die Auslieferung der Megaupload-Betreiber Dotcom, Mathias O., Bram van der K. und Finn B., die im Jahr 2012 verhaftet und seitdem auf Kaution freigelassen wurden.

Dann ist es an Justizministerin Amy Adams zu entscheiden, ob die Abschiebung tatsächlich vollzogen wird. Die Anwälte von Dotcom dürften dann erneut Kaution beantragen. Dotcom hat fünf Kinder, Finn B. hat zwei und Bram van der K. ein Kind.

Wegen des Vorwurfs schwerer Urheberrechtsverletzungen war Megaupload auf Betreiben des US-Justizministeriums Anfang 2012 geschlossen worden. Dotcoms Villa wurde bei einer brutalen Polizeiaktion durchsucht, Rechner und Speicher beschlagnahmt. Dem 41-Jährigen droht im Falle einer Abschiebung in die USA eine Strafe von maximal 20 Jahren wegen krimineller Geschäfte und Geldwäsche.

Im April 2014 verklagten die sechs Hollywood-Studios 20th Century Fox, Disney, Paramount, Universal, Columbia Pictures und Warner Bros. im US-Bundesstaat Virginia die ehemaligen Betreiber von Megaupload auf Schadensersatz. Megaupload habe durch den Verkauf von Premium-Zugängen 150 Millionen US-Dollar und 25 Millionen US-Dollar durch Onlinewerbung verdient, so die Branchenorganisation MPAA (Motion Picture Association of America).


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