Megaupload: Dotcom darf mal wieder an die USA ausgeliefert werden

Seit sechs Jahren dauert der juristische Streit zwischen dem früheren Megaupload-Betreiber Kim Dotcom und dem US-Justizministerium. Nun scheint es auf eine Entscheidung gegen den in Deutschland geborenen Millionär hinauszulaufen.

Artikel veröffentlicht am ,
Dotcom bei Gericht
Dotcom bei Gericht (Bild: Kate Dwek/AFP/Getty Images)

Das oberste Berufungsgericht (Court of Appeal) in Wellington hat bestätigt, dass Kim Dotcom und drei weitere Megaupload-Betreiber - Mathias Ortmann, Bram van der Kolk und Finn Batato - in die USA ausgeliefert werden dürfen. Das berichtet der New Zealand Herald unter Berufung auf das Berufungsgericht.

Gegen die Entscheidung will Dotcom nun vor dem Supreme Court Widerspruch einlegen. Dotcom sagte, er sei "extrem enttäuscht". Der in Queenstown ansässige Millionär sagte, er sei "bereit, für Gerechtigkeit zu kämpfen. Ich werde beim Obersten Gerichtshof Berufung einlegen." Die letzte Entscheidung liegt dann bei Justizminister Andrew Little. Little sagte, er werde keine Vorentscheidung treffen, bevor der Supreme Court nicht geurteilt habe.

Die Gruppe verlor ihren Fall im North Shore District Court im Jahr 2015 und hat nun die Berufungen beim High Court und beim Court of Appeal ebenfalls verloren.

Dotcom gegen Mega

Wegen des Vorwurfs schwerer Urheberrechtsverletzungen war die Plattform Megaupload auf Betreiben des US-Justizministeriums Anfang 2012 geschlossen worden. Dotcoms Villa wurde bei einer laut Dotcom brutalen Polizeiaktion durchsucht, Rechner und Speicher beschlagnahmt. Dem 44-Jährigen droht im Falle einer Abschiebung in die USA eine Strafe von bis zu 20 Jahren wegen krimineller Geschäfte. Die US-Regierung wirft Dotcom unter anderem Geldwäsche, Erpressung und Betrug mittels elektronischer Kommunikationsmittel vor.

Dotcom ist an dem neu gegründeten Unternehmen Mega mittlerweile nicht mehr beteiligt, er erhebt schwere Vorwürfe gegen die Betreiber und sagte: "Ich glaube nicht, dass eure Daten bei Mega noch sicher sind"

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Reiner Haseloff
Sachsen-Anhalt verspricht Intel eigenen Windpark

Um dem US-Konzern Intel günstigen und verlässlichen Strom bieten zu können, will Ministerpräsident Haseloff einen Windpark errichten lassen. Intel hatte die hohen Strompreise moniert.

Reiner Haseloff: Sachsen-Anhalt verspricht Intel eigenen Windpark
Artikel
  1. Windkraft-Ausbauplan: Scholz will vier bis fünf neue Windräder pro Tag
    Windkraft-Ausbauplan
    Scholz will vier bis fünf neue Windräder pro Tag

    Die Energiewende in Deutschland soll durch einen massiven Ausbau der Windkraft-Anlagen vorangetrieben werden. Bundeskanzler Scholz will Tempo machen.

  2. Deutsche Giganetz: Bürger beklagen wochenlang nicht zugeteerte Gehwege
    Deutsche Giganetz
    Bürger beklagen wochenlang nicht zugeteerte Gehwege

    Deutsche Giganetz, einer der großen alternativen FTTH-Netzbetreiber in Deutschland, stößt in Baden-Württemberg auf Probleme beim Ausbau.

  3. Telekom-Internet-Booster: Hybridzugang der Telekom mit 5G ist verfügbar
    Telekom-Internet-Booster
    Hybridzugang der Telekom mit 5G ist verfügbar

    Die 5G-Antenne der Telekom hängt an einem zehn Meter langen Flachbandkabel. Die zugesagte Datenrate reicht bis 300 MBit/s im Download.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Logitech G915 Lightspeed 219,89€ • ASUS ROG Strix Scope Deluxe 107,89€ • Gigabyte B650 Gaming X AX 185,99€ • Alternate Weekend Sale • MindStar: be quiet! Dark Rock 4 49€, Fastro MS200 2TB 95€ • Mindfactory DAMN-Deals: Grakas & CPUS u. a. AMD Ryzen 7 5700X 175€ • PCGH Cyber Week [Werbung]
    •  /