Mega-Deal: Nvidia schluckt Hugging Face für 13 Milliarden US-Dollar
Nvidia kauft das New Yorker Start-up Hugging Face für rund 13 Milliarden US‑Dollar. Das gab Nvidia am 3. September 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Über die Übernahmeverhandlungen wurde bereits zuvor berichtet.
Laut Nvidia nutzen mehr als 18 Millionen Entwickler, Forscher und Kreative Hugging Face, um mehr als 3 Millionen Modelle, 500.000 Datensätze und 1 Million Anwendungen zu teilen. Das vor zehn Jahren gegründete Unternehmen Hugging Face ist die weltweit führende Plattform für Open-Source-KI, auf der Entwickler und Unternehmen freie Sprachmodelle, Datensätze und Werkzeuge teilen, anpassen und direkt im Browser ausprobieren können.
Der Chiphersteller Nvidia, das weltweit größte börsennotierte Unternehmen, erklärte, die Übernahme ziele darauf ab, die Verbreitung offener Modelle zu beschleunigen. Im Gegensatz zu proprietären Modellen, wie sie von Unternehmen wie OpenAI und Anthropic entwickelt werden, sind Open-Weight-Modelle öffentlich zugänglich; Nutzer können sie herunterladen, anpassen und auf eigener Hardware ausführen.
Von dem Kaufpreis sollen rund 11,9 Milliarden US-Dollar direkt an die bisherigen Investoren und Anteilseigner von Hugging Face gehen, während rund 1 Milliarde US-Dollar als Eigenkapitalpaket zur Mitarbeiterbindung (Retention Pool) vorgesehen sind.
Hugging Face bleibt Hardware-offen
Nvidia-CEO Jensen Huang und Hugging-Face-Chef Clément Delangue erklärten, dass die Übernahme vor allem darauf abzielt, die Infrastruktur der Plattform massiv zu skalieren und den weltweiten Zugang zu Open-Source-KI zu erweitern.
Nvidia und Hugging Face sicherten zu, dass Hugging Face als offene, herstellerneutrale Plattform weitergeführt wird. Man werde weiterhin alternative Hardwarebeschleuniger wie von AMD oder Intel sowie verschiedene Cloudanbieter unterstützen und die Nutzung werde nicht auf Nvidia-Infrastruktur beschränkt.
Es ist nach der Übernahme von Groq die zweitgrößte Akquisition in der Geschichte von Nvidia. Der Abschluss der Transaktion wird nach behördlichen Genehmigungen für das erste Halbjahr 2027 erwartet.
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