Mega: Kim Dotcom sind angeblich die Millionen ausgegangen

Kim Dotcom behauptet, all sein Geld für Rechtsanwälte ausgegeben zu haben. Ihm gehöre persönlich keine einzige Aktie an dem Sharehoster Mega mehr. Doch das alles könnte ein Trick sein.

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Kim Dotcom auf der Unbound Digital Conference
Kim Dotcom auf der Unbound Digital Conference (Bild: Unbound Digital Conference)

Kim Dotcom ist das Geld ausgegangen. Das sagte der Internetunternehmer in einer Videoschaltung auf der Unbound Digital Conference in London. "Ich habe zehn Millionen US-Dollar für meine Verteidigung ausgegeben."

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In diesem Monat wurde berichtet, dass Paul Davison und Simpson Grierson, zwei der neuseeländischen Anwälte von Dotcom, ihr Mandat niederlegten. Auch Fletcher Pilditch, der Finn Batato, einen weiteren Megaupload-Betreiber, vertritt, schied auf eigenen Wunsch aus dem Prozess aus. Die Gründe dafür seien persönlicher Natur und wurden nicht bekanntgegeben, so ein Gericht. Jetzt erklärte Dotcom: "Mein Anwaltsteam gab auf, nachdem mir das Geld ausging. Ich verbrauchte 10 Millionen US-Dollar, um mich zu verteidigen. Sie haben all meine Ressourcen aufgezehrt."

Die Miete für seine 24-Millionen-US-Dollar-Villa in Neuseeland sei glücklicherweise bis Mitte 2015 vorausbezahlt, twitterte Dotcom.

Dotcoms vor einem Jahr neu gegründetes Unternehmen, der Sharehoster Mega, habe einen künftigen Börsenwert von 210 Millionen US-Dollar. Die Firma gehöre jedoch seiner getrennt von ihm lebenden Frau Mona Dotcom und seinen fünf Kindern. Er selbst habe angeblich keine Anteile mehr und besitze keine einzige Aktie. Mega habe 15 Millionen registrierte Nutzer.

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Falls er wegen fehlender Finanzen für die Verteidigung zurück ins Gefängnis müsse, was an diesem Donnerstag entschieden werde, bat er: "Sendet mir Postkarten!"

Seine Bankrotterklärung könnte aber auch konstruiert sein. Dotcom hatte einen Berufungsprozess um die Offenlegung seines Vermögens an die Filmindustrie verloren. Die Auskunft an ein Gericht muss beinhalten, welcher Art und Höhe Dotcoms gesamte Vermögenswerte weltweit sind, dabei ist es unerheblich, ob der Besitz im eigenen Namen gehalten wird oder nicht.

Im April 2014 verklagten die sechs Hollywood-Studios 20th Century Fox, Disney, Paramount, Universal, Columbia Pictures und Warner Bros. Megaupload im US-Bundesstaat Virginia. Megaupload habe durch den Verkauf von Premium-Zugängen 150 Millionen US-Dollar und 25 Millionen US-Dollar durch Onlinewerbung verdient, so die Branchenorganisation MPAA (Motion Picture Association of America).

Was gab Dotcom wirklich aus?

Dotcom habe "sehr substanzielle Zahlungen" an seine Internet Party geleistet und hatte eine Prämie von 5 Millionen US-Dollar für Informationen ausgesetzt, die ihn vor der Abschiebung in die USA bewahren soll.

Wegen des Vorwurfs schwerer Urheberrechtsverletzungen wurde Megaupload auf Betreiben des US-Justizministeriums Anfang 2012 geschlossen.

Laut Angaben des New Zealand Herald kostet die Dotcom Mansion in Coatesville laut Gerichtsunterlagen eine Jahresmiete von 1 Million Neuseeland-Dollar (781.000 US-Dollar), dazu kommen Kosten für Unterhalt und Personal in derselben Höhe.

Dotcom bekam laut den Berechnungen der Zeitung für den Verkauf seiner Anteile an Mega 26 Millionen Neuseeland-Dollar (20,3 Millionen US-Dollar). Der Verkauf seiner Anteile an dem Musikdienst Baboom könnte 10 Millionen Neuseeland-Dollar (7,8 Millionen US-Dollar) eingebracht haben.

Anwaltsrechnungen in Neuseeland lagen bei rund 15 Millionen Neuseeland-Dollar (11,7 Millionen US-Dollar). Die Ausgaben für Anwälte im Ausland sind nicht bekannt. Seine Internet Party habe rund 5 Millionen Neuseeland-Dollar (3,9 Millionen US-Dollar) gekostet.

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plutoniumsulfat 28. Nov 2014

Laut Gesetz tatsächlich.

M. 27. Nov 2014

Weil Schadenersatz, wenn er denn einmal dazu verurteilt ist, (vermutlich auch in NZ...

Garius 27. Nov 2014

Okay, aber können die dann nicht einfach Kontoauszüge vom Datum XX.XX.XXXX verlangen, so...

Gamma Ray Burst 26. Nov 2014

Ist das nicht zahlen wollen nicht eher sozialistisch, es ja eine Vergesellschaftlichung...



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