Meething: Mozilla finanziert dezentrale Videochat-Software

Das Startup ERA erhält für seine dezentrale Videolösung Meething eine Finanzierung von Mozilla. Das berichtet das Magazin ZDNet(öffnet im neuen Fenster) . Die Kooperation ist offenbar Teil der gesteigerten Aktivitäten des Browser-Herstellers Mozilla auch über seinen Firefox-Browser hinaus in Technologien und Lösungen zu investieren. Das Programm selbst läuft unter dem Namen Mozilla Builders und hat das Motto: "Fix The Internet" , also "Repariert das Internet" .
Meething verspricht eine Alternative zu den bisher verfügbaren großen Videochat-Lösungen, da der Dienst eben anders als das populäre Zoom, Microsofts Teams oder Googles Gsuite selbst auf eine dezentralisierte Technik setzt, die ohne Server des Anbieters auskommt. Für die Kommunikation setzt Meething dabei auf einen Peer-to-Peer-Ansatz, der wiederum WebRTC nutzt. Das System ist darüber hinaus Open Source.
Freie Videochat-Software, die Peer-to-Peer-Verbindungen (P2P) nutzt, gibt es bereits. Nextcloud Talk zeigt aber beispielhaft die Skalierungsprobleme dieses Ansatzes, weshalb das Nextcloud-Team zusätzlich zu P2P auch ein Enterprise-Backend für seinen Server anbietet, das seit wenigen Wochen Open-Source ist . In dem Szenario mit Verzicht auf P2P ist diese Videochat-Lösung wie viele weitere dank der Möglichkeit des eigenen Hostings dennoch weiter unabhängig von einem einzigen Anbieter.
Das Unternehmen hinter Meething, ERA, arbeitet bisher an einem dezentralisierten Datenbank-System und dazugehörigen P2P-Protokollen namens Gun. Dafür hat das Startup in einer Finanzierungsrunde 1,5 Millionen US-Dollar eingesammelt(öffnet im neuen Fenster) . Gemeinsam mit den auf Telefon und Videochat-Systemen spezialisierten Unternehmen QXIP ist nun Meething entstanden, dass auf GUN basiert. Der Code zu Meething(öffnet im neuen Fenster) wie auch Gun(öffnet im neuen Fenster) selbst findet sich auf Github.