Meeresverschmutzung: The Ocean Cleanup hat 100 Tonnen Plastikmüll gesammelt

Es ist erst ein Anfang. Um den Nordpazifikwirbel vom Plastikmüll zu befreien, sind 1.000 weitere Fahrten der Umweltschützer nötig.

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Der Auffangbehälter von Jenny wird geleert: Das Plastik wird sortiert und recycelt.
Der Auffangbehälter von Jenny wird geleert: Das Plastik wird sortiert und recycelt. (Bild: The Ocean Cleanup)

Weniger Plastik im Meer: Das Projekt The Ocean Cleanup hat bekanntgegeben, dass es mehr als 100 Tonnen Plastikmüll aus dem Meer gesammelt hat.

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"Seit dem Einsatz im August 2021 hat das System 002 (oder: Jenny) bei 45 Einsätzen 101.353 kg Plastik gesammelt", schrieb Ocean-Cleanup-Gründer Boyan Slat. Damit sei eine Meeresfläche von über 3.000 Quadratkilometern gesäubert worden. Das entspreche der Fläche von Luxemburg. Die Prototyp-Systeme des niederländischen Projekts hatten zuvor schon 7,1 Tonnen Plastikmüll gesammelt.

Jenny ist ein U-förmiges Netz, das von zwei Schiffen durchs Meer geschleppt wird. Die beiden Schiffe fahren mit 1,5 Knoten, das sind knapp 3 km/h und fangen so den Müll mit dem etwa 3 Meter ins Meer reichenden Netz ein. Es ist unten offen, so dass Fische und Meeressäuger daraus entkommen können.

Der Müll wird aufs Schiff geladen

Der eingefangene Müll wandert langsam an dem Netz entlang bis ans Ende des U. Dort befindet sich ein weiteres, geschlossenes Netz, in dem das Plastik gesammelt wird. Ist es voll, wird es an Bord eines der Schiffe gehoben und entleert.

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An Bord wird der Müll getrennt und in der westkanadischen Provinz British Columbia entladen. An Land wird der Kunststoff recycelt. Im vergangenen Herbst wurde erstmals von Jenny gesammelter Müll an Land gebracht.

Jenny ist das bisher erfolgreichste System von The Ocean Cleanup. Der Vorgänger war ein passives System, das ohne Antrieb auf dem Meer schwamm. Es funktionierte aber nicht wie beabsichtigt und musste überarbeitet werden, weil es nicht die nötige Müllsammelleistung hatte.

Ziel des Niederländers Slat ist es, den Great Pacific Garbage Patch, den Großen Pazifischen Müllfleck, eine riesige Müllansammlung im Nordpazifikwirbel, aufzuräumen.

Der Great Pacific Garbage Patch besteht aus 100.000 Tonnen Plastik

The Ocean Cleanup hatte den Great Pacific Garbage Patch 2018 kartiert. Demnach besteht die Müllansammlung aus 79.000 Tonnen Plastik - wenn der Outer Great Pacific Garbage Patch mit einbezogen wird, sind es sogar 100.000 Tonnen. Wenn die aktuelle Sammlung noch 1.000 Mal wiederholt werde, werde der Great Pacific Garbage Patch verschwinden, schrieb Slat.

Jenny sei noch ein experimentelles System. "Jetzt, da unsere Technologie validiert ist, sind wir bereit, zu unserem neuen und erweiterten System 03 überzugehen, von dem erwartet wird, dass es durch eine Kombination aus mehr Größe, verbesserter Effizienz und erhöhter Betriebszeit potenziell zehnmal mehr Plastik auffangen kann als System 002", schrieb Slat weiter. Die Umstellung auf System 03 werde in Kürze beginnen.

Das Plastik ist eine Gefahr für die Meeresbewohner. Diese können verenden, wenn sie die Teile verschlucken. Zudem können im Wasser freigesetzte Stoffe die Geschlechterverteilung in der Population verändern, was zu Fortpflanzungsproblemen führen kann. Der Müll kann aber auch den Menschen schädigen, wenn er Meerestiere isst, die giftige Chemikalien aus dem Müll aufgenommen haben.

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ToeffToeff 28. Jul 2022 / Themenstart

Die machen das seit 8 Jahren, selbstverständlich kümmern sie sich auch um dieses...

ToeffToeff 28. Jul 2022 / Themenstart

Aus der Emotion heraus geschrieben, hätte ich tatsächlich eher mit einem backlash...

Garius 28. Jul 2022 / Themenstart

Dann nenn uns doch Mal ein Lebewesen, dass den Planeten derart nachhaltig negativ...

Sarkastius 27. Jul 2022 / Themenstart

Entweder man macht es richtig, oder man lässt es bleiben. https://www.k-aktuell.de...

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