Meeresbeobachtung: Esa startet Satelliten Sentinel-6

Wegen des Klimawandels steigt der Meeresspiegel. Der Esa-Satellit Sentinel-6 soll den Anstieg aus dem All genau vermessen.

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Künstlerische Darstellung von Sentinel-6 im All: bis mindestens 2025 im Einsatz
Künstlerische Darstellung von Sentinel-6 im All: bis mindestens 2025 im Einsatz (Bild: ATG Medialab/Esa)

Erfolgreicher Start für einen Wächter: Der europäische Satellit Sentinel-6 Michael Freilich, kurz Sentinel-6, ist von einer SpaceX-Trägerrakete in die Erdumlaufbahn gebracht worden. Der Erdbeobachtungssatellit soll die Meere aus dem All vermessen.

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Sentinel-6 startete am Nachmittag des 21. November Mitteleuropäischer Zeit vom Luftwaffenstützpunkt Vandenberg im US-Bundesstaat Kalifornien aus. Eine Falcon-9-Trägerrakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX brachte ihn ins All. Die erste Stufe der Falcon 9 kehrte anschließend zur Erde zurück und landete aufrecht stehend auf einem Landeplatz in der Nähe der Startrampe. Der Start war schon früher geplant gewesen. Er musste wegen einer Überprüfung der Motoren der Trägerrakete verschoben werden.

Zweck der Setinel-6-Mission ist die genaue Kartierung und Vermessung der Ozeane. Dabei geht es vor allem um die Veränderungen des Meeresspiegels, der im Jahr um gut drei Millimeter steigt. Zudem sollen der Seegang sowie die Meeresströmungen in den Ozeanen erfasst werden.

Sentinel-6 vermisst den Meeresspiegel

"Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit", sagte Walther Pelzer, Vorstand für das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Sentinel-6 wird dazu beitragen, den globalen Anstieg des Meeresspiegels kontinuierlich und zuverlässig zu überwachen. Mit der Mission bauen wir daher unsere führende Rolle in der weltraumgestützten Klimabeobachtung weiter aus."

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Die Mission ist eine Kooperation der Europäischen Weltraumagentur (European Space Agency, Esa), der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa), der europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites, Eumetsat) und der US-Ozean- und Atmosphärenbehörde, der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Gesteuert wird der Satellit vom Eumetsat-Kontrollzentrum in Darmstadt.

Der Satellit Sentinel-6 wurde von Airbus Defence and Space in Friedrichshafen am Bodensee gebaut. Benannt ist er nach Michael H. Freilich. Der Ozeanograf, der im August dieses Jahres verstorben ist, war Direktor der Erdbeobachtungsabteilung der Nasa.

Der Satellit gehört zum europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus. Die von den Satelliten gesammelten Daten macht die Europäische Kommission frei zugänglich. Ziel ist es, neue Geschäftsmodelle und kommerzielle Anwendungen zu ermöglichen. Golem.de hat sich vor einigen Jahren mehrere davon angesehen.

Wie jede Sentinel-Mission besteht auch diese aus zwei Satelliten: Der baugleiche Sentinel-6B Satellit wird die Mission nach dem Ende von Sentinel-6 fortführen. Dieser soll mindestens bis zum Jahr 2025 im Einsatz sein.

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