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Meego-T01: Atom-PC für Windows im HDMI-Stick

Ein chinesischer Hersteller hat auf Basis von Intels Bay-Trail-T einen kompletten PC in ein Gehäuse gesetzt, das sich in Form eines HDMI-Sticks in Fernseher einstecken lässt. Größter Nachteil bisher: Man kann das Gerät nicht einzeln kaufen.
/ Nico Ernst
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Der HDMI-Stick mit Atom-SoC (Bild: Alibaba)
Der HDMI-Stick mit Atom-SoC Bild: Alibaba

Wer 499 Freunde findet, die sich an einer Sammelbestellung beteiligen, könnte sich für rund 70 US-Dollar den HDMI-Stick Meego-T01 zulegen. Er wird bei Alibaba(öffnet im neuen Fenster) angeboten, wo ihn Lilliputing(öffnet im neuen Fenster) entdeckt hat. Das chinesische Unternehmen Shenzhen TDS, das nach eigenen Angaben seit 2011 besteht und mehr als 500 Mitarbeiter hat, liefert die Geräte erst bei einer Bestellung von mindestens 500 Stück. Das Angebot richtet sich also primär an Distributoren und PC-Hersteller, die solche OEM-Ware unter eigenem Namen vertreiben.

Den Stick gibt es in zwei Versionen, die auf Intels Atom-SoCs mit den Modellnummern Z3735F(öffnet im neuen Fenster) und Z3735G(öffnet im neuen Fenster) basieren. Einen Preisunterschied gibt TDS bei Alibaba nicht an, das Gerät mit Z3735F dürfte aber teurer sein, denn es besitzt 2 statt 1 GByte RAM und 32 statt 16 GByte Flash-Speicher. Die vier Silvermont-Kerne sind stets mit 1,33 bis 1,83 GHz getaktet. Da das größere SoC auch die doppelte Speicherbandbreite erreicht, dürfte dabei die integrierte Grafik wesentlich schneller sein. Insgesamt müsste die Performance erfahrungsgemäß auf dem Niveau von günstigen Windows-Tablets mit Atom-SoC liegen.

Über einen Micro-SD-Slot kann der Speicher erweitert werden, außerdem gibt es noch zwei Micro-USB-2.0-Ports, einer dient wohl zur Stromversorgung. In seiner Beschreibung bei Alibaba gibt der Hersteller das Vorhandensein eines großen USB-Ports vom Typ A zwar nicht an, er ist aber auf Bildern des Geräts zu erkennen. Für WLAN und Bluetooth sorgt ein Chip von Realtek, der 802.11 b/g/n beherrscht, die Geschwindigkeit gibt der Hersteller nicht an.

Ein Betriebssystem wird nicht vorinstalliert, durch die x86-Plattform, die Intel auch gut mit Treibern versorgt, eignet sich der Stick aber für Android, Linux, Windows und andere Systeme.


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