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Spritze (Symbolbild): Der Funkchip ist so klein, dass er in den Körper injiziert werden kann.
Spritze (Symbolbild): Der Funkchip ist so klein, dass er in den Körper injiziert werden kann. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Medizintechnik: Minisender überträgt Daten aus dem Körper

Spritze (Symbolbild): Der Funkchip ist so klein, dass er in den Körper injiziert werden kann.
Spritze (Symbolbild): Der Funkchip ist so klein, dass er in den Körper injiziert werden kann. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

US-Forscher haben einen Minifunkchip entwickelt, der Daten aus dem Körper sendet. Er soll in Diagnosechips integriert und in den Körper injiziert werden.

Funkgerät im Körper: US-Wissenschaftler haben einen winzigen Chip entwickelt, der Daten aus dem Körper nach draußen senden kann. Die Forscher der Universität von Michigan in Ann Arbor um David Blaauw haben ihn in der vergangenen Woche auf der International Solid-State Circuits Conference vorgestellt.

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Der Funkchip ist gerade mal 1 x 1 x 10 Millimeter groß, hat also ein Volumen von 10 Kubikmillimetern. Aktuelle Funkchips, etwa auf Implantaten, bringen es auf etwa 1 Kubikzentimeter. Der Chip durchdringt etwa 3 Zentimeter dickes Gewebe und hat eine Reichweite von etwa 50 Zentimetern.

Die Antenne muss klein sein

Zwei wichtige Anforderungen für einen solchen Chip sind die Energieversorgung und die Antenne. Die sollte möglichst groß sein, was der Vorgabe widerspricht, einen sehr kleinen Chip zu bauen. Die Forscher lösten den Widerspruch, indem sie die Sende- und die Empfängerantenne zusammen entwickelten.

Sie hätten sie so aufeinander abgestimmt, dass der Empfänger die schwachen Signale, die die 1 Millimeter große Antenne aus dem Körper übertrage, erfassen könne, sagte David Blaauw dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Die Reichweite von einem halben Meter sollte ausreichen, um Daten aus dem Körper beispielsweise auf ein Smartphone zu übertragen.

Der Akku lädt einen Kondensator

Die zweite Anforderung ist die Energieversorgung: Um zu senden, benötigt der Chip für einen kurzen Moment relativ viel Energie - mehr als der Akku bereitstellen kann. Blaauw und seine Kollegen haben deshalb einen Kondensator eingebaut: Der Akku lade den Kondensator langsam auf und dieser setze die Energie dann beim Senden auf einmal frei, sagt Blaauw. Der Akku wird dann wieder von einer Photovoltaikzelle geladen, die auf das Infrarotlicht reagiert, das in den Körper eindringt.

Der Funkchip sei so weit, dass er in ein System integriert werden könne, das in den menschlichen Körper injiziert werde, sagen die Forscher. Sie arbeiten mit den Medizinern der Universität zusammen an entsprechenden Anwendungen. Ein Vorgänger des Funkchips etwa wurde in einen Chip integriert, der den Druck in einem Tumor bestimmte. Andere mögliche Anwendungen sind Sensoren, die Daten im Körper wie Temperatur, Druck, pH-Wert und anderes erfassen und Bilder aufnehmen sollen.


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wp (Golem.de) 11. Feb 2016

Der Chip ist 1x1x10 mm groß. Es war ein Vertipper. Danke für den Hinweis - ist...

m9898 09. Feb 2016

Davon am interessantesten: Blutzuckerspiegel. Es gibt bis jetzt keine wirklich...

Oplity 09. Feb 2016

Wenn die Teile 'nur' für medizinische Zwecke eingesetzt werden und ggf. Diagnosen zu...

AngryFrog 09. Feb 2016

Ach, Kinderkrankheiten. Man kriegt bestimmt noch mehr Leistung hin.



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