Abo
  • Services:

Medizintechnik: Implantat wird per Ultraschall programmiert

Energie und Daten per Ultraschall: US-Wissenschaftler haben ein Implantat entwickelt, das per Ultraschall mit Energie versorgt und programmiert wird. Es soll in den Körper eingesetzt werden, um gezielt Nerven zu stimulieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Menschliche Nervenzelle (Symbolbild): Stimulation mit elektrischen und optischen Signalen
Menschliche Nervenzelle (Symbolbild): Stimulation mit elektrischen und optischen Signalen (Bild: Jan Homann/CC BY-SA 3.0)

Ein Implantat, das Nerven mitten im Körper stimulieren soll, haben Wissenschaftler der Stanford University entwickelt. Das Gerät ist programmierbar und kann durch über zehn Zentimeter dickes Gewebe per Ultraschall mit Energie und Daten versorgt werden.

Stellenmarkt
  1. SEITENBAU GmbH, Konstanz
  2. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Sindelfingen

Das System besteht aus einem piezoelektrischen Empfänger, der Ultraschallwellen in elektrischen Strom umwandelt, einem Kondensator als Stromspeicher, zwei Stimulationselektroden, einer LED für optogenetische Experimente sowie einem Chip zur Steuerung. Die Elektronik ist mit einem biokompatiblen Material umhüllt. Das ganze Implantat ist etwa 6,5 Millimeter groß. Die Forscher um Amin Arbabian stellen ihr System in der Fachzeitschrift IEEE Transactions on Biomedical Circuits and Systems vor.

Ein Implantat tief im Körper mit Energie und Daten zu versorgen, ist schwierig - und wird umso schwieriger, je kleiner das Implantat ist. Arbabians Team setzt Ultraschall ein, weil der tief in den Körper gelangt und dabei das dazwischenliegende Gewebe nicht schädigt. Außerdem haben die Ultraschallwellen eine geringe Wellenlänge, deren Größe der des Implantats entspricht.

Ultraschall bringt mehr Leistung in den Körper

Per Ultraschall kann das Implantat auch programmiert werden, um Amplitude, Pulsbreite und Frequenz des Signals für die jeweils zu stimulierenden Nerven des Körpers anzupassen. Das gehe, weil "wir in großen Gewebetiefen um Größenordnungen mehr Leistung zur Verfügung haben als bei herkömmlichen drahtlosen Implantaten", sagte Arbabian dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.

Weiterer Vorteil des Implantats: Da es sehr klein ist, kann es minimalinvasiv oder möglicherweise sogar mit einer Spritze in den Körper eingebracht werden. Bisher war dafür eine Operation nötig. Wenn es aber zur Operation eine Alternative gebe, bevorzugten Patienten diese, sagte Arbabian. Das könnte bei einem Implantat, das ohne operativen Eingriff eingesetzt werden könne, anders sein.

Das System soll dazu eingesetzt werden, unterschiedliche Nerven zu stimulieren. Angewendet werden soll es beispielsweise in der Schmerztherapie oder bei der Behandlung von Epilepsie und Depressionen. Arbabian und sein Team wollen ihren Prototyp als erstes dazu einsetzen, die Blase von Tieren zu kontrollieren.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 3,82€
  2. 299€
  3. 499€ + Versand

Myxin 04. Apr 2018 / Themenstart

Dann können die Kinder gleich (mit etwas eqipment) den Opa umprogrammieren.

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht

Der Alstom Aptis kann mit beiden Achsen lenken und ist deshalb besonders wendig. Wir sind in Berlin eine Runde mit dem Elektrobus gefahren.

Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht Video aufrufen
Blue Byte: Auf dem Weg in schöner generierte Welten
Blue Byte
Auf dem Weg in schöner generierte Welten

Quo Vadis Gemeinsam mit der Universität Köln arbeitet Ubisoft Blue Byte an neuen Technologien für prozedural generierte Welten. Producer Marc Braun hat einige der neuen Ansätze vorgestellt.

  1. Influencer Fortnite schlägt Minecraft
  2. Politik in Games Zwischen Völkerfreundschaft und Präsidentenprügel
  3. Förderung Spielebranche will 50 Millionen Euro vom Steuerzahler

Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


    Indiegames-Rundschau: Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
    Indiegames-Rundschau
    Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

    Grafikwucht beim ganz großen Maus-Abenteuer oder lieber Simulationstiefe beim Mischen des Treibstoffs für den Trabbi? Wieder haben Fans von Indiegames die Qual der Wahl - wir stellen die interessantesten Neuheiten vor.
    Von Rainer Sigl

    1. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
    2. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte
    3. Indiegames-Rundschau Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass

      •  /