Medizintechnik: Hand Solo baut Prothese aus Lego für achtjährigen Jungen

Für den achtjährigen Beknur war es ein guter Tag, als er seine neue funktionierende Armprothese ausprobieren konnte. Sie besteht aus Lego.

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Beknur (links) bekommt eine Prothese von David Aguilar (rechts) aufgesetzt.
Beknur (links) bekommt eine Prothese von David Aguilar (rechts) aufgesetzt. (Bild: Guinness World Records)

Der achtjährige Beknur hat ein breites Lächeln auf dem Gesicht, als er seine neue Armprothese "Beknur Mk-1" ausprobieren kann. Der Bioingenieurstudent David Hand Solo Aguilar hat nur für ihn ein funktionierendes Hilfsmittel aus Legosteinen gefertigt. Mit der Prothese kann Beknur nun kleine Steine und andere Dinge greifen.

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David Aguilar und Beknur sind beide mit einem genetischen Defekt geboren: dem Poland-Syndrom. Dadurch sind einige Gliedmaßen nicht voll ausgebildet. Deshalb baute sich Aguilar bereits mit neun Jahren eigene Armprothesen aus Lego. Mit seiner Erfahrung erstellte er später fünf weitere Konstrukte. Angefangen hat das mit dem MK-1, der durch Anheben des Oberarms eine Greifbewegung ausführen konnte.

Fünf Prothesen aus Lego

Insgesamt vier weitere Prothesen folgten darauf. Der MK-5-Arm ist bereits motorisiert und kann alle fünf Finger durch leichte Armbewegungen steuern. Mit seinen Konstruktionen kam Aguilar schließlich in das Guinness-Buch der Rekorde für den ersten funktionierenden Arm aus Legosteinen.

Aguilars neuer Rekordtitel machte schnell die Runde und auch die Mutter des achtjährigen Beknur auf die Prothesen aufmerksam. Beide nahmen daher eine 1.300 km lange Reise von Straßburg nach Andorra auf sich und besuchten Aguilar zu Hause.

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Mit seiner neuen Armprothese ist Beknur sehr glücklich. Er kann damit nicht nur diverse Objekte greifen und bewegen, sondern mit dem Beknur eMK-1 lassen sich auch Touchscreens bedienen. Tablets und Smartphones zu nutzen, ist also kein Problem mehr für ihn.

Lego-Prothesen wie die von Beknur kosten etwa 15 Euro an Bauteilen und sind damit wesentlich günstiger als medizinische Prothesen. Aguilar will mit solchen erschwinglichen Hilfsmitteln möglichst vielen Menschen helfen und plant, auch abseits von Legosteinen zu experimentieren.

Er denkt etwa über Prothesen aus PLA nach, die aus dem 3D-Drucker stammen. "Das wäre ein Gamechanger für meine Prothesen", sagte er dem Guinness-Buch der Rekorde. Vorher baut der Student weiter an seinem Mk-VI-Arm. Das Ziel: den Ellenbogen und die Hand unabhängig voneinander bewegen zu können.

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hum4n0id3 17. Okt 2021 / Themenstart

Da muss sich Frankreich aber echt ran halten und ihr Gesundheitssystem ausbauen.

muraga 15. Okt 2021 / Themenstart

Dann mach es doch und biete es an, immer diese Klugscheisser die selber nichts machen...

Flatsch 15. Okt 2021 / Themenstart

In einer Welt wo Medizin und Gesundheit nicht mehr als ein Gemeinwohl betrachtet...

Nycoon58 15. Okt 2021 / Themenstart

Und die Farbseuche. Spaß bei Seite, genial wie einfache Dinge genutzt werden können um...

Benutztername12345 14. Okt 2021 / Themenstart

Wow

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