Medizintechnik: GE-Computertomograph bildet das Herz ab

Der US-Konzern General Electric (GE) hat einen Computertomographen (CT) entwickelt, der ein schlagendes Herz abbilden kann. Das System wurde jetzt mehrere Monate in einem US-Krankenhaus getestet.





Ein Computertomograph(öffnet im neuen Fenster) durchleuchtet den menschlichen Körper mit einem schmalen Röntgenstrahl. Der Patient wird in eine Röhre geschoben. Eine Strahlenquelle und ein Detektor kreisen um den Körper und scannen ihn scheibchenweise. Die Schnittbilder können anschließend zu einem 3D-Modell montiert werden.
Bewegungen sind für ein solches System jedoch schwer zu erfassen, viele Organe sind deshalb schlecht abbildbar. Der Revolution CT(öffnet im neuen Fenster) scannt laut GE schneller als bisherige Geräte und setzt zudem ein System für Bewegungskorrekturen ein. Damit ist es möglich, hochaufgelöste Bilder des Herzens oder anderer Organe, die sich bewegen, wie etwa die Lunge, zu erstellen Das System ist schnell genug, um das Herz während eines Schlages aufzunehmen.
Herzrhythmusstörungen per CT diagnostiziert
GE hatte den Revolution CT Ende 2013 vorgestellt. Im September 2013 begann der erste klinische Test des Geräts am West Kendall Baptist Hospital in Miami im US-Bundesstaat Florida. Das Ergebnis sei positiv, sagt Krankenhauschef Javier Hernández-Lichtl: Die Ärzte hätten damit sogar schwierige Fälle von Herzrhythmusstörungen diagnostizieren können. Zudem seien die Patienten in dem CT einer geringeren Strahlendosis ausgesetzt als bisher.
GE zeigt auf seiner Website faszinierende Bilder und Animationen(öffnet im neuen Fenster) aus dem menschlichen Körper: das Herz etwa, den Schädel mit dem Arterienring des Gehirns(öffnet im neuen Fenster) oder den Bauchraum.