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Research-Kit-Anwendungen
Research-Kit-Anwendungen (Bild: Apple)

Medizinforschung: Apples Research Kit über Github verfügbar

Research-Kit-Anwendungen
Research-Kit-Anwendungen (Bild: Apple)

Einmal ins iPhone pusten, ein paar Sportübungen mit der Apple Watch machen und damit der Forschung helfen? Das klappt mit Apples Research Kit, das nun auf Github veröffentlicht wurde und die Entwicklung von medizinischen Tests sowie die Verwaltung der Testgruppen leicht machen soll.

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Apple hat seine Entwicklerlösung Research Kit für die medizinische Forschung auf Github als SDK und als Source Code veröffentlicht. Dazu kommt eine Dokumentation mit Referenzen und Beispielprogrammen sowie eine Mailingliste, mit der sich die Mitglieder der Entwickler-Community untereinander austauschen können.

Durch die Apps, die sich mit dem Research Kit aufbauen lassen, sollen Benutzer dazu gebracht werden, sich als Testpersonen zu registrieren. Die Zusammenstellung von Testgruppen ist in der medizinischen Forschung ein großes Problem, das durch den spielerischen Charakter gelöst werden soll. Die Registrierung geschieht freiwillig und die Hoffnung ist, dass Daten in großer Menge und Frequenz anfallen. Durch die hohe Marktdurchdringung von Apple sind in allen Teilen der Welt viele Nutzer auf einmal ansprechbar.

Apple hat mit einigen medizinischen Hochschulen in den USA schon vorab Apps entwickelt, die die Forschung zu Diabetes, Parkinson, Asthma, Brustkrebs und anderen Krankheiten unterstützen soll. Bereits in den ersten Wochen gab es über 60.000 Anmeldungen durch iPhone-Nutzer.

"Wir sind sehr froh und ermutigt von der Resonanz auf Research Kit aus medizinischen Kreisen und seitens der Forschungsgemeinschaft sowie von den Teilnehmern, die zur medizinischen Forschung beitragen. Studien, die in der Vergangenheit wenige Hundert Teilnehmer anzogen, erreichen nun Teilnehmerzahlen in den Zehntausenden", sagt Jeff Williams, Senior Vice President of Operations von Apple. "Medizinische Forscher auf der ganzen Welt sondieren aktiv, wie Research Kit ihnen helfen kann, noch weitere Erkrankungen zu untersuchen, und wir glauben, dass die Auswirkungen auf das globale Verständnis von Gesundheit und Wohlbefinden umfassend sein werden."

Das Research Kit bietet mehrere vorgefertigte und anpassbare Module, die sich für die Studien eignen. Dazu gehört erst einmal etwas Bürokratie, die mit dem Participant-Consent-Modul abgewickelt wird: Die Zustimmung der Teilnehmer wird eingeholt, Einzelheiten der Studie werden erklärt und eine Unterschrift wird eingefordert, die auf dem Bildschirm geleistet wird. Es können zum Beispiel auch Videos oder ein Quiz eingebunden werden, damit Verständnis und Akzeptanz für die Studie erhöht werden.

Hauptmodul sind die Surveys oder Umfragen. Sie haben eine vorgefertigte Benutzeroberfläche, damit sich der Forscher auf die inhaltlichen Elemente wie Fragen und Antwortmöglichkeiten konzentrieren kann.

Das Modul Active Tasks ist ein weiterer, wichtiger Bestandteil des Forschungspakets. Damit können die Teilnehmer aufgefordert werden, bestimmte Aktivitäten durchzuführen, etwa eine Sportübung, eine Atemübung oder einen Test. Die Daten werden zum Beispiel über das iPhone oder die Apple Watch und deren Sensoren erfasst. So ist es etwa möglich, motorische Aktivität, Fitness, Wahrnehmung und Stimme aufzunehmen beziehungsweise zu testen. Entwickler können weitere Module für das Research Kit entwickeln.

Die Apps sind derzeit nur für iPhones und den iPod Touch gedacht - und lassen auch Datenerfassungen über Health Kit zu, falls der Nutzer dem zustimmt. Aktuell sind die bereits entwickelten Forschungsapps für deutsche Nutzer noch nicht zugänglich. Doch mit der Verfügbarkeit des Research Kit wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch hierzulande entsprechende Forschungsvorhaben ins Leben gerufen werden.


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Peter Brülls 16. Apr 2015

Ja, aber das ist was anderes als kontinuierlich. Bei Uhrblättern, die immer...

Anonymer Nutzer 15. Apr 2015

Da es auf der Welt mehrere Krankheiten gibt,muss man tatsächlich auch verschiedene Werte...



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