• IT-Karriere:
  • Services:

Medizin: Herzsensor aus dem 3D-Drucker

Hochaufgelöste Daten direkt vom Herzen eines Menschen liefert ein Sensor, den US-Forscher entwickelt haben. Da der Sensor mit Hilfe eines 3D-Druckers hergestellt wurde, kann er individuell angepasst werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Igor Efimov und Sarah Gutbrod im Labor: angepasste Sensoren statt Geräte mit Einheitsgröße
Igor Efimov und Sarah Gutbrod im Labor: angepasste Sensoren statt Geräte mit Einheitsgröße (Bild: James Byard/WUSTL)

US-Wissenschaftler haben einen Sensor entwickelt, der Herzerkrankungen frühzeitig erkennen soll. Zur Herstellung des Implantats nutzen sie einen 3D-Drucker.

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Zwickau, Braunschweig, Dresden
  2. VerbaVoice GmbH, München

Der Sensor besteht aus einer weichen, elastischen Membran aus Silizium, die außen an das Herz angelegt wird. Auf der Membran sitzen Sensoren, die ständig die Temperatur des Herzens, mechanische Belastungen, den pH-Wert sowie weitere Werte erfassen. Außerdem erkennen sie Herzrhythmusstörungen.

Originalgetreues Herzmodell

Die Forscher scannen das Herz zunächst mit einem Computertomographen oder einem Magnetresonanztomographen und erstellen eine 3D-Datei des Herzens. Daraus bauen sie mit einem 3D-Drucker ein originalgetreues Modell des Herzens. Es dient ihnen als Form, anhand derer sie die Membran formen. Anschließend werden die Sensoren aufgebracht, und die Membran kann implantiert werden.

"Jedes Herz hat eine andere Form", sagt Projektleiter Igor Efimov von der Washington-Universität in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. "Heutige Geräte haben eine Einheitsgröße und passen sich überhaupt nicht der Geometrie des Herzens eines Patienten an."

Hochaufgelöste Diagnose

Aktuelle Diagnosegeräte für Herzrhythmusstörungen seien zudem nicht sehr genau: Sie bestünden aus zwei Elektroden, die durch die Venen in die Herzkammern eingeführt würden, erzählt Efimov. Sie hätten lediglich an ein oder zwei Stellen Kontakt mit dem Gewebe, wodurch die Auflösung gering sei. Die Forscher wollen ein System mit vielen Kontaktpunkten schaffen, das eine hochaufgelöste Diagnose ermöglicht.

In Zukunft könnte die Membran nicht nur zur Diagnose eingesetzt werden, sondern auch zur Stimulierung des Herzmuskels, um so Herzrhythmusstörungen zu beheben, sagt Efimov. Sein Team und er stellen die Entwicklung in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Natur Communications vor.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Asus Vivobook A705QA (17,3 Zoll) für 449€, Lenovo Chromebook C340 (11,6 Zoll) für 279€)
  2. 239,00€ statt 349,00€ (bei beyerdynamic.de)
  3. (u. a. Samsung GQ55Q90RGTXZG QLED für 1.509€, Samsung UE82RU8009 (82 Zoll, 207 cm) für 1...
  4. (Blu-ray 99,99€, 4K UHD 199,99€)

Seasdfgas 26. Feb 2014

Individuelle Herzimplantate? Und dann auch noch nur zur Überwachung? Aber bestenfalls bei...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S20 - Hands on

Samsung hat gleich drei neue Modelle der Galaxy-S20-Serie vorgestellt. Golem.de konnte sich die Smartphones im Vorfeld bereits genauer anschauen.

Samsung Galaxy S20 - Hands on Video aufrufen
Geforce Now im Test: Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU
Geforce Now im Test
Nvidia nutzt einzigartige CPU und GPU

Wer mit Nvidias Geforce Now spielt, bekommt laut Performance Overlay eine RTX 2060c oder RTX 2080c, tatsächlich aber werden eine Tesla RTX T10 als Grafikkarte und ein Intel CC150 als Prozessor verwendet. Die Performance ist auf die jeweiligen Spiele abgestimmt, vor allem mit Raytracing.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Cloud Gaming Activision Blizzard zieht Spiele von Geforce Now zurück
  2. Nvidia-Spiele-Streaming Geforce Now kostet 5,49 Euro pro Monat
  3. Geforce Now Nvidias Cloud-Gaming-Dienst kommt noch 2019 für Android

Mythic Quest: Spielentwickler im Schniedelstress
Mythic Quest
Spielentwickler im Schniedelstress

Zweideutige Zweckentfremdung von Ingame-Extras, dazu Ärger mit Hackern und Onlinenazis: Die Apple-TV-Serie Mythic Quest bietet einen interessanten, allerdings nur stellenweise humorvollen Einblick in die Spielebrache.
Eine Rezension von Peter Steinlechner

  1. Apple TV TVOS 13 mit Mehrbenutzer-Option erschienen

Galaxy-S20-Serie im Hands-on: Samsung will im Kameravergleich an die Spitze
Galaxy-S20-Serie im Hands-on
Samsung will im Kameravergleich an die Spitze

Mit der neuen Galaxy-S20-Serie verbaut Samsung erstmals seine eigenen Isocell-Kamerasensoren mit hoher Auflösung, auch im Zoombereich eifert der Hersteller der chinesischen Konkurrenz nach. Wer die beste Kamera will, muss allerdings zum sehr großen und vor allem wohl teuren Ultra-Modell greifen.
Ein Hands on von Tobias Költzsch, Peter Steinlechner und Martin Wolf

  1. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor
  2. Micro-LED-Bildschirm Samsung erweitert The Wall auf 583 Zoll
  3. Nach 10 kommt 20 Erste Details zum Nachfolger des Galaxy S10

    •  /