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Medizin: Britische Forscher drucken Netzhautzellen

Britischen Forschern ist es gelungen, zwei verschiedene Zelltypen aus der Netzhaut mit einem Tintenstrahldrucker zu drucken. Mit der Technik könnte künftig eine kaputte Retina repariert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Retinazelle im Tintenstrahldrucker: keine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit
Retinazelle im Tintenstrahldrucker: keine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit (Bild: Universität Cambridge)

Forscher der Universität Cambridge haben ein Verfahren entwickelt, um Netzhaut künstlich herzustellen: Sie drucken sie mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker.

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Als Tinte nutzen die Forscher um Keith Martin zwei Lösungen, in denen sich jeweils ein Zelltypus aus der Retina von Ratten befindet: Retinale Ganglienzellen (RGC) sind Nervenzellen aus dem Auge, Gliazellen gehören zwar auch zum Nervengewebe, sind aber keine Nervenzellen. Sie bilden ein Stützgerüst für die Nervenzellen und isolieren diese gegeneinander.

Unbeeindruckt

Die Wissenschaftler konnten die Zellen drucken, ohne deren Funktionsfähigkeit zu beeinträchtigen. Sie seien durch das Drucken weder deformiert noch zerstört worden, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Biofabrication.

Es sei das erste Mal, dass Zellen aus dem Nervensystem eines erwachsenen Tiers gedruckt worden seien. Zuvor hätten Forscher nur embryonale Nervenzellen mit einem Drucker ausgebracht. Es sei zweifelhaft gewesen, ob das mit erwachsenen Nervenzellen ebenfalls funktioniert, da Letztere sehr empfindlich seien, sagte Martin dem US-Wissenschaftsmagazin Technology Review. "Tatsächlich waren wir einigermaßen überrascht, wie gut diese erwachsenen Nervenzellen den Druckprozess überstanden."

Retinaschäden beheben

Diese Technik soll es künftig ermöglichen, Schädigungen der Retina zu beheben: Die Zellen werden zunächst in Kulturen gezüchtet. Dann wird daraus ein Stück Retina gedruckt, das dann einem Patienten eingesetzt wird. Eine andere Möglichkeit sei, die Zelle direkt mit einem Druckkopf in das Auge einzubringen, sagt Martin.

Allerdings sei die Arbeit noch in einem frühen Stadium. Sie müssten in weiteren Tests sicherstellen, dass die Zellen sich so verhielten, wie sie sollten. Um die Funktion der Netzhaut wiederherzustellen, müssten zudem weitere Zelltypen hinzukommen: die Fotorezeptoren und retinale Pigmentepithelzellen.

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Technikfreak 14. Jan 2014

Reden wir nicht von Glauben, das ist etwas für die Kirche. ??? Du weisst ganz genau...

Technikfreak 13. Jan 2014

Anatomisch? Natürlich, ich sagte auch nichts anderes. Aber es sagt dennoch nichts...

Tannenzapfen 13. Jan 2014

Ich finds nett :-) Hatt mir einen kurzen Schmunzler gebracht.


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