Abo
  • Services:

Medizin: Britische Forscher drucken Netzhautzellen

Britischen Forschern ist es gelungen, zwei verschiedene Zelltypen aus der Netzhaut mit einem Tintenstrahldrucker zu drucken. Mit der Technik könnte künftig eine kaputte Retina repariert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Retinazelle im Tintenstrahldrucker: keine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit
Retinazelle im Tintenstrahldrucker: keine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit (Bild: Universität Cambridge)

Forscher der Universität Cambridge haben ein Verfahren entwickelt, um Netzhaut künstlich herzustellen: Sie drucken sie mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker.

Stellenmarkt
  1. FLOCERT GmbH, Bonn
  2. Industrial Application Software GmbH, Karlsruhe, Düsseldorf, Hamburg

Als Tinte nutzen die Forscher um Keith Martin zwei Lösungen, in denen sich jeweils ein Zelltypus aus der Retina von Ratten befindet: Retinale Ganglienzellen (RGC) sind Nervenzellen aus dem Auge, Gliazellen gehören zwar auch zum Nervengewebe, sind aber keine Nervenzellen. Sie bilden ein Stützgerüst für die Nervenzellen und isolieren diese gegeneinander.

Unbeeindruckt

Die Wissenschaftler konnten die Zellen drucken, ohne deren Funktionsfähigkeit zu beeinträchtigen. Sie seien durch das Drucken weder deformiert noch zerstört worden, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Biofabrication.

Es sei das erste Mal, dass Zellen aus dem Nervensystem eines erwachsenen Tiers gedruckt worden seien. Zuvor hätten Forscher nur embryonale Nervenzellen mit einem Drucker ausgebracht. Es sei zweifelhaft gewesen, ob das mit erwachsenen Nervenzellen ebenfalls funktioniert, da Letztere sehr empfindlich seien, sagte Martin dem US-Wissenschaftsmagazin Technology Review. "Tatsächlich waren wir einigermaßen überrascht, wie gut diese erwachsenen Nervenzellen den Druckprozess überstanden."

Retinaschäden beheben

Diese Technik soll es künftig ermöglichen, Schädigungen der Retina zu beheben: Die Zellen werden zunächst in Kulturen gezüchtet. Dann wird daraus ein Stück Retina gedruckt, das dann einem Patienten eingesetzt wird. Eine andere Möglichkeit sei, die Zelle direkt mit einem Druckkopf in das Auge einzubringen, sagt Martin.

Allerdings sei die Arbeit noch in einem frühen Stadium. Sie müssten in weiteren Tests sicherstellen, dass die Zellen sich so verhielten, wie sie sollten. Um die Funktion der Netzhaut wiederherzustellen, müssten zudem weitere Zelltypen hinzukommen: die Fotorezeptoren und retinale Pigmentepithelzellen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-70%) 17,99€
  2. 32,49€
  3. (-75%) 9,99€

Technikfreak 14. Jan 2014

Reden wir nicht von Glauben, das ist etwas für die Kirche. ??? Du weisst ganz genau...

Technikfreak 13. Jan 2014

Anatomisch? Natürlich, ich sagte auch nichts anderes. Aber es sagt dennoch nichts...

Tannenzapfen 13. Jan 2014

Ich finds nett :-) Hatt mir einen kurzen Schmunzler gebracht.


Folgen Sie uns
       


Huawei Matebook 14 - Hands on (MWC 2019)

Das Matebook 14 ist eines von zwei neuen Notebooks, das Huawei auf dem MWC 2019 vorgestellt hat. Golem.de hat sich das Gerät genauer angeschaut.

Huawei Matebook 14 - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Operation 13: Anonymous wird wieder aktiv
Operation 13
Anonymous wird wieder aktiv

Mehrere Jahre wirkte es, als sei das dezentrale Kollektiv Anonymous in Deutschland eingeschlafen. Doch es bewegt sich etwas, die Aktivisten machen gegen Artikel 13 mobil - auf der Straße wie im Internet.
Von Anna Biselli


    Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
    Fido-Sticks im Test
    Endlich schlechte Passwörter

    Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
    Ein Test von Moritz Tremmel

    1. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
    2. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet
    3. Studie Passwortmanager hinterlassen Passwörter im Arbeitsspeicher

    Trüberbrook im Test: Provinzielles Abenteuer
    Trüberbrook im Test
    Provinzielles Abenteuer

    Neuartiges Produktionsverfahren, prominente Sprecher: Das bereits vor seiner Veröffentlichung für den Deutschen Computerspielpreis nominierte Adventure Trüberbrook bietet trotz solcher Auffälligkeiten nur ein allzu braves Abenteuer in der deutschen Provinz der 60er Jahre.
    Von Peter Steinlechner

    1. Quellcode Al Lowe verkauft Disketten mit Larry 1 auf Ebay
    2. Wet Dreams Don't Dry im Test Leisure Suit Larry im Land der Hipster
    3. Life is Strange 2 im Test Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

      •  /