Medium Earth Orbiter: SES baut MEO-Satelliteninternet mit mehreren GBit/s aus

Nicht nur Starlink von Elon Musk kann Überraschendes leisten. SES aus Luxemburg bietet mehrere GBit/s pro Terminal und niedrige Latenz.

Artikel veröffentlicht am ,
Vortrag von SES auf der Anga Com
Vortrag von SES auf der Anga Com (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der Luxemburger Satellitennetzbetreiber SES will mit NGSO MEO Satelliten in 8.000 km Höhe, eine Datenübertragungsrate von mehreren GBit/s pro Terminal und eine niedrige Latenz von 150 ms anbieten. Das sagte Volker Leyendecker, Regional Sales Director DACH bei SES Networks, am 10. Mai 2022 auf der Branchenmesse Anga Com in Köln. Mit Non Geostationary Satellite Orbit (NGSO) werden nicht-geostationäre Satelliten bezeichnet.

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MEO steht für Medium Earth Orbiter. SES Astra mit Sitz in Betzdorf in Luxemburg ist ein Tochterunternehmen von SES. "Das sind Satelliten, die wir näher an die Erde herangeholt haben, um den Nachteil geostationärer Satelliten bei der Latenz zu verkürzen", sagte Leyendecker. Damit habe man im Jahr 2014 mit 20 MEO-Satelliten begonnen, die Afrika und Amerika mit Bandbreiten im Gigabitbereich versorgt hätten.

"Dazu kommen in diesem Jahr nochmals 11 MEO-Satelliten, die speziell für Europa gedacht sind und Bandbreiten in Netz zuführen können", erklärte Leyendecker. Mit sechs Satelliten sei eine Erdabdeckung von 95 Prozent machbar. "Wir platzieren aber 21 Satelliten in diesem Orbit und jetzt eben 11 neue." Dabei sei man mit Gigabit in der Größenordnung von Glasfaser.

Diese Bandbreite könne terrestrischen Netzen von Telekommunikationsunternehmen zugeführt oder an 5G-Netze verteilt werden. Besonders im Katastrophenfall könne SES in wenigen Tagen reagieren. Alle terrestrischen Bodenstationen hätten zudem eine direkte Anbindung zu Microsoft-, Intel- und Amazon-Datenzentren für eine schnelle Anbindung an Cloud-Anwendungen.

Fast ganz Europa abdecken

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Die geostationären Satelliten seien der bekannte Standard auf 36.000 km Höhe. "Bedingt durch die Entfernung zur Erde haben wir da eine Latenz von 700 Millisekunden hin und zurück", sagte Leyendecker. Hier könne man aber mit einem Satelliten fast ganz Europa abdecken. Nachteil seien die Bandbreiten von 50 bis 100 MBit/s pro Terminal.

Für ein LEO-Satellitennetz in einer Höhe von 1.000 km brauche man tausende Satelliten für eine weltweite Abdeckung. "Das ist sehr viel Aufwand, der betrieben werden muss, um die Endabdeckung zu bekommen", betonte Leyendecker. Bandbreiten von 100 bis 150 MBit/s seien hier erreichbar, doch es "könnten sehr kleine Pingzeiten realisiert werden".

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ashahaghdsa 12. Mai 2022

Ich vermute auch nicht, das Starlink seinen größten Umsatz mit Privatkunden machen wird...

ashahaghdsa 11. Mai 2022

Hab mal die Suchmaschiene angeworfen: https://www.spaceacademy.net.au/watch/debris...

ashahaghdsa 11. Mai 2022

Nee ist klar. MEO soll schneller sein als LEO? Das ist eine Designentscheidung der...



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