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Medion Erazer X7611 im Test: Leichtes Gaming-Notebook mit Bonbondisplay

Das neue Gaming-Notebook von Medion überzeugt mit geringem Gewicht, hohem Tempo und vielen Schnittstellen. Zahlreiche ungeschickte Detaillösungen nerven jedoch, und das Display übertreibt es kräftig bei der Farbdarstellung.
/ Nico Ernst
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Die grellen Farben des Medion Erazer X7611 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Die grellen Farben des Medion Erazer X7611 Bild: Nico Ernst/Golem.de

Dünner geht immer – das gilt inzwischen nicht nur für Ultrabooks . Medion bietet mit dem Erazer X7611(öffnet im neuen Fenster) mit seinem Namenszusatz "Slim Gamer" ein 17-Zoll-Notebook an, das nur 2,3 Zentimeter dick ist. Die Materialersparnis resultiert in einem für die Geräteklasse geringen Gewicht von nur 2,7 Kilogramm.

Die Marke Erazer steht bei Medion stets für Spiele-PCs, und so ist auch die Hardware des neuen Geräts recht potent: Der Haswell -Vierkerner Core i7-4700HQ(öffnet im neuen Fenster) zählt zu Intels schnellsten mobilen CPUs, ihm steht eine Geforce GTX 765M(öffnet im neuen Fenster) mit 2 GByte GDDR5-Speicher zur Seite. In der getesteten Ausstattung sind 16 GByte DDR3-1600 als Hauptspeicher verbaut, und es gibt zwei Laufwerke: eine 128 GByte große mSata-SSD von Sandisk sowie eine Samsung-Festplatte mit 1 TByte.

Für einen DVD-Brenner war kein Platz mehr im Gehäuse, Medion legt daher ein USB-Laufwerk bei. Es handelt sich um das Modell SE-218(öffnet im neuen Fenster) von Samsung, das nur 14 Millimeter dünn ist. Wie bei den meisten flachen Notebooks üblich ist der Akku im Gehäuse verbaut, er ist jedoch nicht verklebt und lässt sich nach dem einfachen Entfernen der Unterseite austauschen. Das ist aber keine Option für unterwegs, Medion bietet auch keine Zusatzakkus an.

Nicht nur die Kombination der Komponenten bei geringem Gewicht ist ungewöhnlich, auch ein mattes Full-HD-Display findet man gerade bei Gaming-Notebooks selten. Zusammen mit der guten Tastatur und zwei Displayports ist das Erazer auch ein guter Ersatz für Desktop-PCs – wären da nicht die Bonbonfarben, auf die wir gleich noch eingehen. Unterwegs überzeugt das Gerät aber durch eine Laufzeit, die in unseren Messungen über vier Stunden erreicht.

Wir testen im Folgenden ein von Medion gestelltes Muster des X7611 in der größeren Ausstattung mit 128-GByte-SSD für 1.350 Euro, es gibt auch noch ein kleineres Modell(öffnet im neuen Fenster) mit 64-GByte-SSD und einem Display von 1.600 x 900 Pixeln für 1.220 Euro.

Konstruktion und Schnittstellen

Gaming-Notebooks brauchen starke Kühlung. Im Falle des Erazer wandeln CPU und GPU zusammen über 100 Watt elektrischer Leistung vorwiegend in Wärme um, und die muss irgendwie aus dem flachen Gehäuse heraus. Üblich ist bei so leistungsfähigen Chips eine getrennte Kühlung mit Heatpipes und zwei Lüftern für jeden der Bausteine.

Dafür hat sich auch Medion entschieden: Die Luftauslässe sind für die CPU rechts und für die GPU links angebracht. Beide Ventilationsöffnungen sitzen an den Seiten und belegen das hintere Viertel des Gehäuses. Dadurch findet sich dort kein Platz mehr für die Schnittstellen, was insbesondere bei der Stromzufuhr ärgerlich ist: Die Rundbuchse sitzt ausgerechnet rechts und so weit vorne, dass Rechtshänder leicht mit der Maus gegen den Winkelstecker des Netzteils stoßen. Gerade für ein Gaming-Notebook, bei dem das externe Zeigegerät wohl oft zum Einsatz kommt, ist das sehr ungünstig.

Auch der neben dem Stromport befindliche Cardreader ist dadurch schwerer zugänglich als nötig. Zudem ist er so verbaut, dass SD-Karten drei Millimeter aus dem Gehäuse stehen. Sie sollten beim Transport also entfernt werden, damit sie sich nicht in einer Tasche verhaken. Sehr lobenswert ist dagegen, dass Medion den Cardreader von Realtek per PCIe angebunden hat, er kann so schnelle Speicherkarten ausreizen. Mit einer Sandisk Extreme Pro erreichten wir beim Lesen bis zu 90 MByte/s und beim Schreiben 80 MByte/s. Beim Kopieren von vielen kleinen JPEG-Fotos auf die SSD ergaben sich noch rund 60 MByte/s, dreimal so viel wie bei billigen USB-2.0-Readern, die man immer noch in vielen Notebooks findet.

Ebenso wie SD-Karten stehen auch USB-Geräte etwas aus dem Gehäuse heraus, die Ports sind so eingesetzt, dass stets knapp 2 Millimeter eines USB-Steckers herausstehen. Das ist für die kleinen drahtlosen Empfänger für Eingabegeräte lästig, weil diese am besten auch unterwegs eingesteckt bleiben, damit sie nicht verloren gehen. Zwei USB-3.0-Ports finden sich rechts, zwei weitere links am Erazer.

Auf der linken Seite gibt es noch vorne drei Audiobuchsen, und zwar für Kopfhörer, Mikro und analogen Eingang. Letzterer ist nützlich, um die gut klingenden Lautsprecher auch für ein anderes Gerät wie ein Smartphone verwenden zu können. In einer Reihe folgen an der linken Seite noch zwei Mini-Displayports sowie einmal HDMI. Alle Monitorausgänge können parallel genutzt werden, auch zusammen mit dem integrierten Display. Per HDMI sind nur höchstens 1.920 x 1.200 Pixel möglich, die Displayports kamen im Test auch mit 2.560 x 1.440 Pixeln zurecht.

Sinnvoll platziert ist die Buchse für Gigabit-Ethernet, sie sitzt hinten links vor dem GPU-Luftauslass. Dort stört ein dickes Netzwerkkabel wenig. Angetrieben wird der Port von einer Killer-NIC, (Bigfoot E2205), die über ihre Treiber Datenpakete für Spiele priorisieren kann. Der Nutzen ist jedoch unter Spielern umstritten(öffnet im neuen Fenster) , wir bemerkten bei Battlefield 4 im Multiplayer keine Vorteile.

Die Sandisk-SSD X110 im mSata-Format verhilft dem Erazer zu einer Bootzeit von Windows 8.1 direkt bis zum Desktop von knapp 10 Sekunden. Die Lesegeschwindigkeit bei großen Dateien ist mit 390 MByte/s heute gute Mittelklasse, schreiben kann das Laufwerk aber nur mit rund 275 MByte/s.

Gute Verarbeitung, aber lauter CPU-Lüfter

Das geringe Gewicht und der für die Ausstattung günstige Preis machen es schon klar: Ein besonders edles Metallgehäuse ist nicht zu erwarten. Dennoch wirkte das Erazer auf mehrere Testpersonen hochwertig, denn der Kunststoff fasst sich angenehm an. Das mattschwarze Material ist an allen Stellen leicht aufgeraut, so dass sich das große Notebook sicher greifen lässt.

Im Sinne der Gewichtsersparnis ist das Material der Oberschale und des Displays aber stets recht dünn ausgeführt, so dass es sich eindrücken lässt. Dabei knarzt jedoch nichts, und ein Blick ins Gehäuse zeigt, dass auch die Festplatte in der stabileren Unterschale gut geschützt ist. Abweichende Spaltmasse entdeckten wir an keiner Stelle, auffällig ist nur, dass im geschlossenen Zustand der hintere Teil des Displays abzustehen scheint. Das täuscht jedoch, die Anzeige ist trotzdem flach – vielmehr ist das Displaygelenk leicht auf Zug eingebaut, was dafür sorgt, dass es sicher schließt. Beim Öffnen gibt sich das X7611 aber eine Blöße, denn die dafür vorgesehene Kante an der Vorderseite ist viel zu schmal. Besser funktioniert das Aufklappen mit beiden Händen an den Seiten des Displays.

Die Tastatur bietet einen festen, aber noch nicht zu harten Anschlag mit präziser Führung. Unverständlich ist bei einem 17-Zoll-Notebook, warum der Ziffernblock – den viele Spieler als Pfeiltasten verwenden – kleiner als der Buchstabenbereich ausgeführt ist. Eine Tastaturbeleuchtung, bei Gaming-Notebooks ebenfalls beliebt, ist zwar vorhanden. Sie ist aber nur in absoluter Dunkelheit wirklich nützlich, da nicht besonders hell. Das ist offenbar Absicht: Schon mit etwas Abstand scheinen die blauen LEDs an allen Stellen unter den Tasten durch. Ob man das als störend empfindet, ist Geschmackssache.

Das gilt auch für das Layout, denn die linke Windows-Taste fehlt ersatzlos, die rechte ist am gewohnten Platz. Laut Medion ist das so vorgesehen, damit Nutzer beim Spielen nicht versehentlich auf dem Desktop landen. Viele externe Gaming-Tastaturen bieten die Möglichkeit, diese Windows-Taste zu deaktivieren, eine solche Lösung hätte uns besser gefallen. Sinnvoll ist dagegen, die oft benötigten Einstellungen für Lautstärke und Helligkeit allesamt auf die Pfeiltasten zu legen und nicht wie bei anderen Notebooks auf die Funktionstasten. Das Touchpad ist schön groß und reagiert präzise, was auch der nur leicht rauen Oberfläche geschuldet ist. Gewöhnungsbedürftig sind aber die Maustasten, die in den unteren Ecken stecken, sie müssen recht weit gedrückt werden, um einen Klick auszulösen.

Warum ausgerechnet der CPU-Lüfter unseres Testgeräts lauter als der GPU-Lüfter ist, bleibt unverständlich. Das Prozessorgebläse ist schon beim Abspielen von Flash-Videos in HD deutlich hörbar, bei noch höherer Last wird es nervig pfeifend. Die Lautstärke ist zwar nicht allzu hoch, das Geräusch empfinden wir aber dennoch als unangenehm. Obwohl es sich beim GPU-Lüfter um das gleiche Modell handelt, wird dieser nicht so laut wie die Kühlung des Prozessors. Laut Medion handelt es sich nicht um einen Einzelfall, die Lüfterkurven der beiden Ventilatoren sind unterschiedlich ausgelegt.

Auch wenn man beim Spielen kein Headset trägt, kann das Lüfterkonzert durchaus von den Lautsprechern des Erazers übertönt werden. Sie entwickeln eine beachtliche Lautstärke und verzerren auch bei hohen Pegeln kaum. Anders als bei vielen anderen Notebooks stellen sie Sprache und Gesang nicht in den Vordergrund, sondern sind recht neutral abgestimmt. Bässe sind zwar nur zu erahnen, aber insgesamt machen sowohl Spielesounds als auch Musik durchaus Freude.

Spielebenchmarks und Akkulaufzeit

Auch in Full-HD-Auflösung und mit der zweithöchsten Detailstufe von Battlefield 4, Tomb Raider und Call of Duty: Black Ops 2 hatten wir einige Stunden Spaß mit dem X7611. Ein Ausreißer war wie stets der Hardwarefresser Crysis 3, hier mussten wir für im Schnitt mehr als 30 fps auf mittlere Details zurückschalten.

Wir haben in den Benchmarkdiagrammen die GTX 765M mit kleineren und älteren mobilen Nvidia-GPUs verglichen und dazu auch das von der CPU des Medion gestellte HD Graphics 4600 aufgenommen. Auch wenn Intel die Grafikleistung bei Haswell erneut deutlich gesteigert hat, zeigt sich, warum in ein Gaming-Notebook eine diskrete GPU gehört: Die 765M ist über alle Tests mindestens dreimal so schnell. Ein Notebook mit mobiler Radeon-Grafik stand für einen kurzfristigen Vergleich nicht zur Verfügung.

Zu beachten ist aber, dass die 765M(öffnet im neuen Fenster) nur die drittschnellste mobile GPU von Nvidia ist, sie verfügt lediglich über 768 Rechenwerke, die Modelle 770M und 780M kommen auf 960 und 1.536 Shadereinheiten. Diese Grafikprozessoren sind aber noch leistungshungriger und teurer – damit ist das Erazer immerhin ein Gaming-Notebook der oberen Mittelklasse. Die Nvidia-GPU wird über den Mechanismus Optimus automatisch zugeschaltet, sobald eine Direct3D- oder OpenGL-Anwendung läuft, im Treiber kann man die 765M oder das integrierte HD Graphics auch automatisch auswählen.

Wie stets bei dieser Gerätekategorie unterscheiden sich die Laufzeiten beim Spielen und beim Arbeiten stark. Mit Tomb Raider kommen wir bei der zweithöchsten Detailstufe nur auf eine Stunde und 20 Minuten im Akkubetrieb. Mit dem Balanced-Test von Powermark , der Surfen, Textverarbeitung, einfaches Spielen und Videos umfasst, hält das Notebook aber 4 Stunden und 4 Minuten durch. Dabei wählten wir mittlere Helligkeit, automatische Grafikumschaltung und waren per WLAN verbunden.

Damit ist das X7611 immerhin für mindestens eine Stunde anspruchsvolles Spielen unterwegs oder einen halben Arbeitstag abseits der Steckdose gut. Das gilt nicht für jedes leichte 17-Zoll-Notebook – es stört aber immer das wirklich schlechte Display.

Display mit Bonbonfarben, gutes WLAN

Die positiven Aspekte des 17,3-Zoll-Displays im Erazer sind schnell aufgezählt: Es ist matt, spiegelt daher wenig und ist für ein TN-Panel recht blickwinkelstabil. Vor allem beim weiten Aufklappen, also dem Blick von unten, verändern sich die Farben kaum. Von oben betrachtet und bei seitlichem Einblick invertiert die Darstellung aber doch – immerhin fällt das beim geraden Sitzen vor dem Notebook noch kaum auf, was nicht bei allen 17-Zöllern der Fall ist.

Damit ginge das Display auch angesichts des Preises in Ordnung, wäre da nicht die völlig falsche Farbdarstellung. Sie fällt schon beim Anmeldebildschirm des vorinstallierten Windows 8.1 auf: Die gelbe Linie sieht aus wie mit einem Textmarker gezogen, Zwischentöne – die sich auf anderen Displays klar erkennen lassen – sind kaum vorhanden. Die gesamte Darstellung ist quietschbunt, aus sattem Rot wird beinahe Pink, und Grüntöne haben einen hässlichen blauen Farbstich. Um das im Vergleich mit anderen Notebookdisplays zu dokumentieren, haben wir den Anmeldebildschirm mit einem festen Weißabgleich von 6.500 Kelvin ohne jegliche Farbkorrektur bei vergleichbarer Helligkeit und stets gleicher Blende und Verschlusszeit fotografiert.

Ein solch verbogener Farbkontrast stört nicht nur bei Testbildern, sondern sogar beim Arbeiten mit Windows oder Office-Anwendungen, denn es gibt kein echtes Weiß. Stattdessen stellt das X7611 alles mit einem deutlichen Blauschleier dar, selbst die Fenster des Windows Explorers wirken auf den ersten Blick fremd.

Das ist nicht nur beim Betrachten oder Verarbeiten von Fotos indiskutabel, auch Videos und Spiele verlieren so viel von ihrem Reiz, denn alle dunkleren Töne saufen gnadenlos in Schwarz ab, helle Farben wie das Grün einer Landschaft oder Rottöne knallen dagegen hart auf die Netzhaut. Das wirkt lästig und unangenehm. Erfahrene Anwender mögen sich mit einem eigenen Farbprofil in den Einstellungen des Nvidia-Treibers behelfen, aber den stets zu hohen Kontrast des Panels kann man so nur halbwegs ausgleichen.

Wir führten Medion diese Darstellung auch im Vergleich mit anderen Notebooks vor, das Unternehmen hielt dann Rücksprache mit seinen Technikern. Ergebnis: Die Displays werden nicht einzeln ab Werk kalibriert, und die Bildqualität anderer Exemplare entspricht unserem Testgerät. Im Zweifel sollte man sich das X7611 also selbst ansehen, um zu prüfen, ob die Darstellung für die persönlichen Vorlieben noch tragbar ist. Im Wortsinne sollte man sich dabei nicht von der perfekten Ausleuchtung und den meist voll aufgedrehten Displayhelligkeiten in Elektronikmärkten blenden lassen.

Offenbar hat Medion also beim Display gespart, was bei einem 1.300-Euro-Gerät unverständlich ist. Für andere Bereiche gilt das nicht: Wo viele Anbieter oft billige WLAN-Module einbauen, sitzt im Erazer ein N7260 von Intel(öffnet im neuen Fenster) mit zwei Antennen, das auch Widi beherrscht. Es erreicht mit 802.11n bei 2,4 GHz 130 MBit/s und im 5-GHz-Band 300 MBit/s. Wir schafften an einem Messpunkt, wo einfache WLAN-Module nur auf knapp 100 MBit/s kommen, auch im überlaufenen 2,4-GHz-Band mit 14 benachbarten Netzen noch 130 MBit/s. Beim Kopieren großer Dateien aus dem lokalen Netz ergaben sich netto über 11 MByte pro Sekunde. 802.11ac beherrscht das Funkmodul allerdings nicht.

Ein weiteres, gut durchdachtes Detail ist der Einschaltknopf: Er leuchtet weiß, wenn die integrierte Grafik genutzt wird, und orange, wenn die Nvidia-GPU arbeitet. So kann man vor allem im Akkubetrieb schnell feststellen, ob man nicht versehentlich die gar nicht gebrauchte 765M aktiviert hat, und von Hand im Treiber die GPU wechseln.

Fazit

Insgesamt ist das Erazer X7611(öffnet im neuen Fenster) ein faires Angebot. Für 1.350 Euro gibt es viel Leistung, die einige Jahre ausreichen dürfte, und zudem eines der leichtesten 17-Zoll-Notebooks. Damit wäre es zum Spielen und Arbeiten, unterwegs auch angesichts der brauchbaren Laufzeiten, ein guter Desktopersatz. Das gilt aber nur, wenn ein externer Monitor verwendet wird – drei davon können gleichzeitig betrieben werden -, denn das Display beherrscht keine korrekte Farbdarstellung. Ohne dieses Manko könnte das Erazer als gutes Allround-Notebook mit großem Display durchgehen.

Selbst wenn man sich mit dem Bildschirm abfinden kann, bleibt die ungeschickte Anordnung der Schnittstellen lästig. Eine Strombuchse gehört nicht an die rechte Seite eines Notebooks und schon gar nicht in die Mitte des Gehäuses. USB-Stecker, die bei einem 17-Zöller deutlich herausstehen, haben wir auch noch nicht gesehen. Überarbeiten sollte Medion auch die Lüfterkennlinien, denn ein lauter CPU-Ventilator stört im Alltag mehr als die Lüftung für die GPU – und genau die ist beim X7611 leiser als der Prozessorkühler.

Damit bleibt das Erazer eben doch ein Spezialist, der nur beim Spielen mit Headset bis auf das Display voll überzeugen kann. Es sollte aber nicht allzu schwer sein, das Gerät mit etwas Feinarbeit zu einem voll empfehlenswerten Allzweckgerät für die Anwender zu verbessern, die viel Leistung und ein großes Display brauchen.


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