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Medientreffpunkt Mitteldeutschland: Streaming zerstört traditionelle Filmverwertungskette

Die Filmindustrie sorgt durch ihre veralteten Vermarktungsabschnitte dafür, dass in vielen Ländern oft sehr lange auf die Verfügbarkeit von Filmen und Serien gewartet werden muss. Doch das lässt sich durch Streaming nicht länger durchhalten. Junge Zuschauer streamen, statt ins Kino zu gehen.

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Aus einer Kunden-E-Mail von Videobuster
Aus einer Kunden-E-Mail von Videobuster (Bild: Videobuster)

Die Verwertungskette Kino, DVD und Streaming lässt sich nicht mehr aufrechterhalten. Diese Meinung vertraten Experten auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland. So wird die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) in ihre Reichweitenerfassung künftig die Ergebnisse von Streaminganbietern wie Youtube einbeziehen. Netflix selbst veröffentlicht keine Abrufzahlen.

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"Diese Kette wird sich auflösen. Relativ langsam, da es mit einem großen Interessenkampf verbunden sein wird", sagte Michael Kölmel von Weltkino Filmverleih. Dabei werde die Filmbranche das Kino nicht angreifen, da das Kino kein schrumpfendes Gewerbe sei. Hier herrsche ein konstanter Einkommensstrom, es gebe Planungssicherheit, auch in Deutschland. "Allerdings gehen die jungen Zuschauer weg von der Verwertungsform Kino und nutzen mittlerweile andere Plattformen".

"Und auch wenn die Messung zutage befördern wird, dass noch gar nicht so viel auf anderen Foren geschaut wird, brauchen wir Daten, um mit Netflix oder Youtube in Verhandlung treten zu können", erklärte Thomas Weymar, Geschäftsführer von Telepool. Telepool ist eine Handelsgesellschaft für Film- und Fernsehproduktionen mit Hauptsitz in München. Gesellschafter sind der Bayerische Rundfunk und die SRG SSR Idée Suisse, der MDR und der SWR über die SWR Media Services. Weymar behauptet, dass die Modellverschiebung nicht so hoch sei, wie behauptet würde. "Ich glaube, dass der Markt in Deutschland relativ robust ist. Das Kino wird immer eine Zukunft haben. Das Gemeinschaftserlebnis Kino wird bleiben." Weymar wollte es eher eine Phase der Verexklusivierung nennen. "Es nehmen Exklusivrechte zu und es wird weniger gekauft, dafür aber mehr bezahlt." Dabei sei es ein Problem, dass lineare Fernsehsender dieses Recht auch für sich beanspruchten. "Es wird zunehmend ein Wettbewerb um Exklusivität stattfinden und zwischen traditionellen Fernsehsendern."

Eine wichtige, noch ungeklärte Frage laut Weymar sei, ab wann Streaming nach der Erstausstrahlung im Free-TV gezeigt werden dürfe und wie Produzenten beteiligt seien. Weymar sieht die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Auffrischung der Mediatheken. "Und über online-first Zuschauer gewinnen. Erst die Sendungen digital zur Verfügung stellen, dann im Fernsehen". Weymar könnte sich vorstellen, dass der Tatort am Samstag 60 Minuten im Netz ausgestrahlt wird und die Auflösung am Sonntag im TV. "Man muss viel mehr online denken als bisher."



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Neuro-Chef 07. Mai 2015

Am schlimmsten finde ich Cinestar -> 3D in Überlänge kostet da schonmal 15¤. Natürlich...

Dwalinn 07. Mai 2015

Dafür gibt es Lovefilm... da kann man sich ganze Staffeln ausleihen für die 7,99¤/Monat

Dwalinn 07. Mai 2015

Satellite wird man immer für Live Übertragungen benötigen. Ist soviel einfacher als...

Clouds 07. Mai 2015

Oft habe ich gar keine Wahl. Das ist durchaus ein Problem. Wenn ich einigermaßen zeitnah...

Its_Me 06. Mai 2015

Das ist doch aber nicht der Punkt. Auch ich schaue heute viel über Amazon Prime oder...


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