Netflix-Konkurrenz: Warner-Streamingdienst Max kommt nach Deutschland
Warner Bros. Discovery wird im Jahr 2026 seinen Streamingdienst Max in Deutschland starten. Das sagte Clement Schwebig, President Western Europe & Africa bei Warner Bros. Discovery am 24. Oktober 2024 auf dem TV-Gipfel der Medientage München(öffnet im neuen Fenster) .
Zu den kommerziell erfolgreichsten Filmreihen von Warner Bros. zählen das DC Universe, Harry Potter, Der Herr der Ringe und das Monsterverse mit Godzilla und King Kong.
Barbie ist mit 1,4 Milliarden US-Dollar der umsatzstärkste Film des Studios weltweit und wurde zusammen mit Mattel produziert. All diese Inhalte sollen in Deutschland auf der Plattform präsent sein. Auch HBO (Game Of Thrones, Westworld, Sex and the City) ist Teil von Warner Bros. Discovery.
Vertreten waren beim TV Gipfel auch Katja Hofem, Vice President Content DACH bei Netflix und ihre Branchenkolleginnen und -kollegen von RTL Deutschland (Inga Leschek), ProSiebenSat.1 (Henrik Pabst) und ARD (Christine Strobl).
Schwebig berichtete von kontinuierlich steigenden Abo-Zahlen, die der Dienst weltweit verzeichne. Den im Vergleich zu Westeuropa verzögerten Launch für Deutschland erklärte Schwebig damit, dass man sich hier besondere Mühe gebe: "Man hat nie eine zweite Chance für den ersten Eindruck." Mit den Exklusivinhalten von HBO, den Filmschätzen von Warner Bros. und den Unterhaltungs- und Reality-Inhalten von Discovery+ werde es möglich sein, auch in Deutschland mit Streaming erfolgreich zu sein, meinte er.
Zukunft mit Sky ungewiss
Die Frage nach der Zukunft der Partnerschaft mit Sky beantwortete Schwebig ausweichend. Es gebe nie nur eine Strategie für alles. In den USA kooperiere man zum Beispiel auch mit anderen Streaminganbietern. Sky hat ein großes Interesse , auch dann noch Inhalte wie die geplante Harry Potter-Serie von Warner zu erhalten, wenn Max in Deutschland aktiv ist.
Henrik Pabst, Chief Content Officer der ProSiebenSat.1, sagte: "Früher sind wir auch mit Mittelmäßigkeit davongekommen." Diese Zeiten seien vorbei. Was linear funktioniere, werde immer mehr daraufhin abgeklopft, ob es auch Streaming-tauglich sei.
Katja Hofem, Vice President Content für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Netflix, wollte nicht bestätigen, dass Netflix sich mit Live-Events wie Boxübertragungen immer mehr dem klassischen TV annähere. Der Vorteil von Netflix sei: "Wir müssen keine Slots befüllen."
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