Medientage München: Nutzer zahlen für Abschaffung der Netzneutralität

Für die von der Telekom und von Vodafone gewollte Einschränkung der Netzneutralität zahlen am Ende die Nutzer. Das wurde auf den Medientagen München besprochen.

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Wolfgang Breuer, Wolfgang Elsäßer, Christoph Clément, Wolfgang Kopf
Wolfgang Breuer, Wolfgang Elsäßer, Christoph Clément, Wolfgang Kopf (Bild: Medientage München)

Die Deutsche Telekom und Vodafone wollen Videoanbieter wie Youtube, Facebook und Netflix an den Kosten des Netzausbaus beteiligen. Wolfgang Breuer, Geschäftsführer von Media Broadcast, erklärte dagegen auf den Medientagen München, am Ende werde der Empfänger die Rechnung bezahlen müssen.

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Die Datenvolumina stiegen enorm an, Ursache sei die zunehmende Zahl an Videos, die die Kunden in hoher Qualität sehen wollten, erklärte Christoph Clément, Director Legal, Regulatory & Corporate Security in der Geschäftsleitung von Vodafone Deutschland. Es sei deshalb nur fair, wenn nicht nur die Netzbetreiber für die hohen Investitionen aufkommen müssten.

Wolfgang Kopf, Leiter des Zentralbereichs Politik und Regulierung bei der Telekom, bezeichnete dies als ein denkbares Szenario. Es könne durchaus gelingen, an der "Quelle zu kassieren".

Ein zügiger Netzausbau in Deutschland, darin waren die Teilnehmer der Diskussionsrunde sich einig, sei für Infrastrukturbetreiber und Inhalteanbieter von größter Bedeutung, auch im Hinblick auf neue Geschäftsmodelle. In einer weiteren Diskussionsrunde sagte Birgit Spanner-Ulmer, Direktorin Produktion und Technik beim Bayerischen Rundfunk, der öffentlich-rechtliche Rundfunk fordere bei Regulierung und Netzneutralität keine Bevorzugung. Eine Diskriminierung aber müsse ausgeschlossen werden. Eine entsprechende "Diskriminierungsfreiheit" forderte auch Claus Grewenig, Geschäftsführer des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT). Vor allem müsse es ein Modell geben, das kleinere Inhalteanbieter nicht benachteilige.

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Um eine Beteiligung der Inhalteanbieter am Netzausbau zu erzwingen, müsste die Netzneutralität eingeschränkt werden. Das Europäische Parlament wird aller Voraussicht nach einen Kompromissvorschlag zur Netzneutralität für den gemeinsamen Telekommunikationsmarkt verabschieden, der viele Schlupflöcher für kostenpflichtige Dienste im Internet offenlässt.

Telekom-Sprecher Andreas Middel teilte Golem.de mit, das Zitat, es könne gelingen, an der "Quelle zu kassieren", stamme nicht von dem Telekom-Manager Kopf.

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neocron 28. Okt 2015

richtig, und sie sprechen "ich bin irrelevant" denn Mehr ist das Ziel! wie bei allen...

neocron 28. Okt 2015

In beiden Faellen werden Angebot und Nachfrage, bzw. Interessensbekundungen und...

ap (Golem.de) 28. Okt 2015

Bevor dieser Thread entgleitet, wird er geschlossen.

Fibernator 27. Okt 2015

Den haben sie deswegen aufs Eis gelegt, weil sie mit ihren gedrosselten 100 MBit...



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