• IT-Karriere:
  • Services:

Medienphänomen: Wer hinter Heftig.co steckt, wird Sie überraschen

Heftig.co lockt mit Tiervideos und Herz-Schmerz-Geschichten Nutzer von Twitter und Facebook. Lange war fraglich, wer hinter der Webseite steckt - bis jetzt.

Artikel veröffentlicht am , Michael Kroker/Wirtschaftswoche/Peter Steinkirchner
Erfolgskonzept: emotionale Überschriften
Erfolgskonzept: emotionale Überschriften (Bild: Heftig.co)

Die Internetseite Heftig.co stellt die Onlinewelt seit Monaten vor ein Rätsel: Wer steckt hinter dem Portal, das mit reißerischen Schlagzeilen nach dem Muster "Seine Mama ist an Krebs erkrankt. Also hat er etwas gemacht, das mich unglaublich berührt hat" bislang fast 800.000 Facebook-Fans anziehen konnte?

Inhalt:
  1. Medienphänomen: Wer hinter Heftig.co steckt, wird Sie überraschen
  2. Von 0 auf 100 in 90 billig produzierten Beiträgen

Die Macher von Heftig.co heißen Michael Glöß, 34, und Peter Schilling, 39. Das Webportal gehört der DS Ventures GmbH mit Sitz in Potsdam und stellt das jetzt auch in seinem Impressum klar. Das Unternehmen befindet sich nach Informationen von Wirtschaftswoche und Meedia im vollständigen Besitz der beiden Gesellschafter. Um das exponentielle Wachstum abzustützen, wollen die beiden Gründer ihr Angebot professionalisieren und Mitarbeiter einstellen. Dazu werden in Potsdam geeignete Büroräume gesucht. Die Gründer sind in Gesprächen mit Vermarktungspartnern für Heftig.co. Um die Pressearbeit kümmert sich die Berliner PR-Agentur Semanticom. Die Internetadresse www.heftig.co bleibt unverändert.

Michael Glöß stammt aus dem Ort Werder an der Havel und hat in Potsdam BWL und Digitale Medien in Brandenburg studiert. Er ist Gründer von Cojito.de, einem Szene-Lifenight-Guide für ganz Deutschland. 2008 entwickelte er mit Toksta einen Instant-Messenger-Dienst für soziale Netzwerke. Sein Geschäftspartner Schilling ist gebürtiger Brandenburger und hat in Potsdam BWL studiert. Im Jahr 2000 gründete er den Online-Shop iCook für seltene Kochzutaten und Menüpakete. Inzwischen firmiert das Portal unter dem Namen Kochmeister und hat rund 50.000 Mitglieder. Schilling gründete zudem Priormart, einen Dienst, mit dem sich online notarielle Hinterlegungen beauftragen lassen.

Erfolgsrezept: emotionale Überschriften

Glöß' und Schillings Erfolgsrezept basiert darauf, dass Heftig.co durch massiv emotionale Überschriften radikal auf Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook oder Google+ abzielt. "Dieser Mann ist gestorben und hinterließ seiner Familie einen unglaublich bewegenden Brief" lautet beispielsweise derzeit die Überschrift über einem der Heftig-Beiträge, garniert mit dem rührseligen Foto eines Mannes mit einem Baby auf dem Arm. Allein im April brachten es die Heftig-Macher nach einer Auswertung des Düsseldorfer Medienexperten Jens Schröder so auf 2,356 Millionen Reaktionen in den sozialen Netzwerken, gemessen nach der Zahl der sogenannten Likes, Tweets oder Shares, die Beiträge auf Heftig.co dort ausgelöst hatten.

Stellenmarkt
  1. ARRI Media GmbH, München
  2. über duerenhoff GmbH, Hochheim am Main

Dabei übersprang die frisch gegründete Seite, die nach dem Vorbild etwa von US-Angeboten wie Buzzfeed, Upworthy oder vor allem Viralnova angelegt ist und sich dort offensichtlich auch mit Inhalten eindeckt, vergleichbare Reaktionen auf die Seiten etablierter Medien wie Spiegel Online oder Bild.de. So hat die erst vor einem halben Jahr gestartete Site fast so viel geteilte Beiträge wie die bisherigen Spitzenreiter Spiegel Online und Bild.de zusammen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Von 0 auf 100 in 90 billig produzierten Beiträgen 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Red Dead Redemption 2 PS4 24,99€, Need for Speed Heat PS4 44,97€, Star Wars Jedi: Fallen...
  2. 57,99€
  3. 45,99€ statt 59,99€ | Special Edition für 53,99€ und Ultimate Edition für 63,99€

olleIcke 20. Jun 2014

Ich war überrascht, dass Golem das mit der Überschrift so übernimmt :] Wer diesen Quatsch...

Peter Später 28. Mai 2014

Fakt ist auch, dass die Seite scheinbar von 12jährigen gemacht wurde. Wenn ich mir diese...

caldeum 28. Mai 2014

Bei der Überschrift zum Artikel muss ich ihm aber zustimmen: überrascht hat es mich auch...

jg (Golem.de) 28. Mai 2014

Mal so, mal so, wir haben eine Kooperation mit denen, wie auch mit einigen anderen...

dabbes 28. Mai 2014

Werbung für Dingsbums Ventures und diese ominöse Seite. Hab von beidem noch nie gehört...


Folgen Sie uns
       


iPhone 11 - Test

Das iPhone 11 ist das günstigste der drei neuen iPhone-Modelle - kostet aber immer noch mindestens 850 Euro. Dafür müssen Nutzer kaum Kompromisse bei der Kamera machen - das Display finden wir aber wie beim iPhone Xr antiquiert.

iPhone 11 - Test Video aufrufen
Star Wars Jedi Fallen Order im Test: Sternenkrieger mit Lichtschwertkrampf
Star Wars Jedi Fallen Order im Test
Sternenkrieger mit Lichtschwertkrampf

Sympathische Hauptfigur plus Star-Wars-Story - da sollte wenig schiefgehen! Nicht ganz: Jedi Fallen Order bietet zwar ein stimmungsvolles Abenteuer. Allerdings kämpfen Sternenkrieger auch mit fragwürdigen Designentscheidungen und verwirrend aufgebauten Umgebungen.
Von Peter Steinlechner

  1. Star Wars Jedi Fallen Order Mächtige und nicht so mächtige Besonderheiten

Indiegames-Rundschau: Der letzte Kampf des alten Cops
Indiegames-Rundschau
Der letzte Kampf des alten Cops

Rollenspiel deluxe mit einem abgehalfterten Polizisten in Disco Elysium, unmöglich-verdrehte Architektur in Manifold Garden und eine höllische Feier in Afterparty: Golem.de stellt die aktuellen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Killer trifft Gans
  2. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln
  3. Indiegames-Rundschau Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

Neuer Streamingdienst von Disney: Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien
Neuer Streamingdienst von Disney
Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien

Das Hollywoodstudio Disney ist in den Markt für Videostreamingabos eingestiegen. In den USA hat es beim Start von Disney+ technische Probleme gegeben. Mit Blick auf inhaltliche Vielfalt kann der Dienst weder mit Netflix noch mit Amazon Prime Video mithalten.
Von Ingo Pakalski

  1. Disney+ Disney korrigiert falsches Seitenverhältnis bei den Simpsons
  2. Videostreaming im Abo Disney+ hat 10 Millionen Abonnenten
  3. Disney+ Disney bringt seinen Streaming-Dienst auf Fire-TV-Geräte

    •  /