Computerspiele im Deutschunterricht

In Deutschland gibt es bereits beide Modelle in der Praxis: Bayern setzt auf das Pflichtfach Informatik, in Nordrhein-Westfalen wird das Thema mit dem sogenannten Medienkompetenzrahmen umgesetzt. Darin sind sechs Kompetenzbereiche definiert. Bei "Bedienen und Anwenden", "Informieren und Recherchieren" oder "Produzieren und Präsentieren" geht es eher um Anwendung und Diskussion digitaler Werkzeuge. Im Bereich "Problemlösen und Modellieren" aber sollen die Schüler durchaus "eine strukturierte, algorithmische Sequenz planen; diese auch durch Programmieren umsetzen". Die Bereiche sollen auf verschiedene, bereits bestehende Fächer aufgeteilt werden. Wie genau, darin sind die Schulen relativ frei.

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Im Rahmen eines Förderprojekts für begabte Schüler hat Deutschlehrer Hübner schon mit eine KI trainiert zu erkennen, ob eine menschliche Hand Schere, Stein oder Papier zeigt. Im Deutschunterricht bespricht er Narrative aus Computerspielen. Eines seiner aktuellen Projekte ist eine Unterrichtsreihe zum Roman Zero des österreichischen Schriftstellers Marc Elsberg. In dem Krimi geht es unter anderem um Netzaktivisten, Datenschutz und Hacker. Diese nutzen immer wieder den Minicomputer Raspberry Pi. Hübners Schüler lesen immer ein Kapitel des Romans und lösen dazu passende Aufgaben, manche davon mit einem echten Raspberry Pi. Mal sollen sie per Tabellenkalkulation Daten über ihr Social-Media-Verhalten analysieren, mal in Python einen eigenen Chatbot programmieren.

Neben klassischen Deutschunterrichtthemen wie sprachliche Mittel, Inhaltsangaben und Textanalyse thematisiert er anhand der Lektüre unter anderem Open-Source-Software, Verschlüsselungsmechanismen und Heideggers Position zu Technologie. "Meine Idee ist es, Geisteswissenschaften und Technik näher zusammenzubringen", sagt Hübner. "Informatik zu verbinden mit gesellschaftlichen Fragen, mit Kunst und Literatur und dadurch den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, was das alles mit ihrem Leben zu tun hat, das ist auch die große Chance des Medienkompetenzrahmens."

So engagiert wie Hübner sind nur wenige Lehrer, was ein Problem des fächerübergreifenden Modells ist. Deshalb sind sich Humbert und Hübner in einem Punkt einig: Die Lehrerausbildung steht in der Pflicht - alle Lehrer sollten in ihrer Ausbildung Grundlagen der Informatik kennenlernen. "An den Unis und im Referendariat müssten digitale Themen eine viel größere Rolle spielen", sagt Hübner. Und für die heute schon fertig ausgebildeten Lehrer fordert er Fortbildungen. "Auch wenn es vielleicht utopisch klingt: Im Grunde müsste man Lehrern zwei Wochen freigeben, damit sie sich mal ernsthaft damit beschäftigen können." Dann taucht neben Goethe und Schiller vielleicht tatsächlich öfter mal Python auf.

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AtK 07. Okt 2019

Dazu gabs einen golem-artikel der mich leider abschreckte: https://www.golem.de/news...

AtK 07. Okt 2019

Ich hab 2 Neffen (5 Jahre) deren Eltern fernab der IT sind - selbst deren Wlan richte ich...

Bluejanis 01. Okt 2019

Fände ich grundsätzlich gut. Nicht nur wegen Smartphone. Also mir hätte das damals nicht...

Bluejanis 01. Okt 2019

Und wie ist das Optimierungspotential fürs 10 Finger Tippen? Das Optimierungspotential...

Konphite 30. Sep 2019

-----------------------------------------------------------------------------. Mathe war...



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