Abo
  • Services:

Jugendschutz: Ist GTA 4 verantwortlich für Gewalttat eines Jungen?

Kurz vor der Veröffentlichung von GTA 5 sorgt in den USA ein tragischer Unglücksfall für Schlagzeilen: Offenbar hat ein achtjähriger Junge seine Großmutter erschossen - direkt nachdem er GTA 4 gespielt hat.

Artikel veröffentlicht am ,
GTA 4
GTA 4 (Bild: Rockstar Games)

In der US-Presse, insbesondere in der Spielefachpresse, sorgt ein Unglücksfall für Schlagzeilen. Wie einige Medien, darunter CNN, berichten, soll im Bundesstaat Louisiana ein achtjähriger Junge seine 87-jährige Großmutter mit einem Kopfschuss von hinten getötet haben - kurz nachdem er GTA 4 gespielt hatte, so der ermittelnde Sheriff. Die Waffe gehörte der Großmutter.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. NÜRNBERGER Versicherung, Nürnberg

An der Faktenlage gibt es wenig Zweifel. Die Tat hat in einer als ruhig und friedlich beschriebenen Wohnwagensiedlung stattgefunden, auffällige Anzeichen für familiäre Probleme gibt es den Medienberichten zufolge nicht.

GTA 4 ist kein Spiel, das für ein Kind in dem Alter geeignet ist: In den USA prangt eine "Mature"-Warnung auf der Packung, der zufolge das Programm nur für Personen ab 17 Jahren geeignet ist. Verbindliche Auswirkungen, etwa auf den Verkauf, hat das allerdings nicht. In Deutschland hat die USK eine Freigabe ab 18 Jahren erteilt.

Viele Details des Unglücks sind noch nicht geklärt. Im Grunde vermitteln die Berichte das Bild, dass der Junge eine ihm möglicherweise nicht in vollem Umfang verständliche Aktion aus dem Spiel nachgestellt haben könnte, ohne dass er eigentlich aggressiv wurde oder gar wirklich töten wollte.

Nach aktuellem Stand der Pädagogik versteht ein typisches Kind in dem Alter noch nicht, dass bestimmte Taten zum Tod eines Menschen führen können. Der Junge muss keine strafrechtlichen Folgen fürchten - in Louisiana droht Kindern erst ab einem Alter von zehn Jahren eine Verfolgung.

Rockstar Games, der Publisher von GTA 4, hat in einer Erklärung verneint, dass sein Spiel eine Schuld an der Tragödie trifft. Derartige Theorien würden die "offensichtlichen tatsächlichen Ursachen" ausblenden. Welche Ursachen damit gemeint sind, sagt das Unternehmen nicht.

In den USA könnte der Fall für ein Wiederaufleben der Diskussion um die Zusammenhänge von Medien und Gewalt sorgen. Sie war durch Amokläufe entfacht worden, insbesondere das Massaker von Sandy Hook im Dezember 2012, bei dem 28 Menschen ums Leben kamen, vor allem Kinder. Das Kabinett von US-Präsident Barack Obama hatte wenig später unter anderem bei der Gesundheitsbehörde (CDC) und dem Nationalen Gesundheitsinstitut (NIH) Studien in Auftrag gegeben, die untersuchen sollen, ob Computerspiele pathologisch auffälliges Verhalten fördern.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. NZXT N7 Z370 Matte Black Mainboard für 237,90€ + Versand statt 272,90€ im...
  2. 263,99€
  3. 44,98€ + USK-18-Versand
  4. (u. a. John Wick, Sicario, Deepwater Horizon, Die große Asterix Edition, Die Tribute von Panem)

Alex2908 08. Dez 2013

Wenn man bedenkt,dass ein normaler Jugendlicher garnicht erst an Waffen kommen darf da...

AntonioDiers 30. Aug 2013

Auf jeden Fall ist das wohl das Letzte was jetzt nun passierte. Ich würde meine...

manfred.degen86 28. Aug 2013

also gta vice city war schon ziemlich realistisch http://www.x-speed.de/computer...

Rebus 28. Aug 2013

Ich persönlich wäre ja dafür, alle 6 bis 10 Jährigen regelmäßig UFC: Undisputed 3 spielen...

Huskynarr 28. Aug 2013

Also, zu dem ab 16 in den USA, dort gibt es auch eine Altersbeschränkung, die liegt dort...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Go - Test

Das Surface Go mag zwar klein sein, darin steckt jedoch ein vollwertiger Windows-10-PC. Der kleinste Vertreter von Microsofts Produktreihe überzeigt als Tablet in Programmen und Spielen. Das Type Cover ist weniger gut.

Microsoft Surface Go - Test Video aufrufen
Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

    •  /