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Medienbericht: Polizei registriert steigende Zahl frisierter Pedelecs

Bei einfachen Pedelecs greift die Tretunterstützung bis Tempo 25. Manchen ist das wohl nicht genug - und das wird ein Problem für die Bremsen.
/ Peter Steinlechner , dpa
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Mechaniker mit Pedelec (Bild: JOHN THYS/AFP via Getty Images)
Mechaniker mit Pedelec Bild: JOHN THYS/AFP via Getty Images

Die Polizei zieht zunehmend technisch manipulierte Pedelecs aus dem Verkehr. Konkrete Zahlen gibt es aus Baden-Württemberg, wo die Beamten 145 Fälle im Jahr 2023 registrierten, wie die Schwäbische Zeitung(öffnet im neuen Fenster) am 11. Mai 2024 unter Berufung auf das Innenministerium des Landes berichtete.

Im Jahr zuvor seien es 80 gewesen. "Im Zuge der zielgerichteten Verkehrsüberwachung legt die Polizei auch ein besonderes Augenmerk auf technisch manipulierte Pedelecs" , erklärte eine Ministeriumssprecherin.

Die Zahlen dürften nach ihrer Einschätzung aber nur einen Bruchteil der tatsächlichen Manipulationen abbilden. Schließlich handle es sich um ein recht neues Phänomen, auf das sich auch die Polizei erst einstellen müsse. Wie oft Manipulationen eines solchen Fahrrads mit elektrischer Tretunterstützung Ursache für Unfälle waren, gehe aus den Daten nicht hervor.

Der ADAC erklärt im Internet(öffnet im neuen Fenster) : "Wenn man zum Fahrradhändler geht und ein E-Bike möchte, dann wird einem in den meisten Fällen ein Elektrofahrrad mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h angeboten." Diese Pedelecs werden juristisch wie Fahrräder behandelt, wenn sich beispielsweise die Tretunterstützung mit zunehmender Geschwindigkeit verringert.

Ab einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern oder wenn der Fahrer vorher mit dem Treten aufhört, wird auch die Unterstützung durch den Hilfsmotor unterbrochen.

Schnelle Pedelecs (S-Pedelecs) mit elektrischer Tretunterstützung bis 45 Kilometer pro Stunde sind dem ADAC zufolge Kraftfahrzeuge, die ein eigenes Versicherungskennzeichen benötigen. Mit ihnen darf nur fahren, wer mindestens eine Fahrerlaubnis der Klasse AM hat. Beim Fahren muss wie beim Motorrad ein geeigneter Helm getragen werden.

Bremsen können bei getunten Rädern versagen

Das Tuning eines Pedelecs könne lebensgefährlich sein, warnte die Prüfgesellschaft Dekra in dem Bericht der Schwäbischen Zeitung. Das betreffe vor allem die Bremsen, sagte Unfallanalytiker David Freibott demnach.

Vanmoof A5 -Fazit
Vanmoof A5 -Fazit (01:46)

"Natürlich kann eine normale Pedelec-Scheibenbremse aus 40 km/h an der Ampel abbremsen. Sie kann es auch mal bei 60 km/h. Was sie aber nicht kann, ist dauerhaft aus solchen Geschwindigkeiten abzubremsen. Das ist reine Physik."


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