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Spielebranche: Crytek dementiert Krise

Das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek mit seinen weltweit rund 800 Beschäftigten stand laut einem Medienbericht im April 2014 kurz vor der Insolvenz. Grund sollen vor allem schlechte Verkaufszahlen wichtiger Spiele sein. Unter der Hand ist bereits der Name eines möglichen Käufers zu hören.

Artikel veröffentlicht am ,
Crysis 2
Crysis 2 (Bild: Crytek)

Dass Crytek mit seinem Free-to-Play-Actionspiel Warface nicht der erhofft große Erfolg gelungen ist, ist in der deutschen Spieleszene kein Geheimnis. Offenbar steht es um das aus Frankfurt stammende Studio, das Niederlassungen unter anderem in den USA, China und England betreibt, insgesamt schlechter als bekannt. In den vergangenen Monaten sei es zu verspäteten Gehaltszahlungen gekommen und im April 2014 habe sogar die Insolvenz gedroht, so ein Bericht des Fachmagazins Gamestar.

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Mitgründer Avni Yerli hat dem Magazin gegenüber gewisse Schwierigkeiten bestätigt, sich aber nicht weiter zu Details geäußert und gesagt, dass eine rettende Finanzspritze in Sicht sei - weitere Informationen hat er nicht genannt. Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass das aus Weißrussland stammende Unternehmen Wargaming (World of Tanks) an einer Übernahme interessiert sei. Eine Anfrage von Golem.de hat Crytek bislang nicht beantwortet.

Wichtigster Grund der Schwierigkeiten bei Crytek sollen neben den Schwierigkeiten im Free-to-Play-Bereich schlechte Verkaufszahlen von Crysis 3 und Ryse: Son of Rome sein. Auch das Lizenzgeschäft mit der Cryengine dürfte durch die große Konkurrenz durch Epic mit seiner Unreal Engine und Unity mit seiner Unity-Engine unter Druck geraten sein.

Allerdings verdient Crytek traditionell viel Geld mit Geschäften etwa im Militärbereich. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit immer wieder Simulationen an die US-Armee geliefert, auch mit Architektursoftware hat Crytek Geld verdient. Das Unternehmen hat sich allerdings nie sehr offen geäußert, welchen Anteil am Umsatz derartige Deals haben.

Auf der E3 2014, die Anfang Juni 2014 in Los Angeles stattfand, stellte Crytek gleich mehrere Titel vor: Das Sandbox-Actionspiel Homefront - The Revolution sowie die Free-to-Play-Actionspiele Arena of Fate und Hunt.

Nachtrag vom 23. Juni 2014, 16:10 Uhr

Crytek hat sich auf Nachfrage von Golem.de zu den Meldungen über finanzielle Probleme geäußert: "Entgegen der Darstellung in einigen Medien, die einen Artikel der Gamestar aufgegriffen haben und den der Gamestar vorliegenden Informationen, handelt es sich, wie im Artikel dargestellt, um Gerüchte, die wir dementieren. Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Entwicklung und Vermarktung von Cryengine, Warface, Homefront: The Revolution, Hunt, Arena of Fate, für die wir erst kürzlich auf der E3 außerordentlich positive Resonanz seitens der Fachpresse und Spieler erhalten haben", so das Unternehmen. Es bedankt sich außerdem ausdrücklich für die "Loyalität unserer Mitarbeiter, Fans und Geschäftspartner", die "trotz der Gerüchte uneingeschränkt" zu ihm stünden.



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Midian 25. Jun 2014

Interessante Einblicke. Vllt sollte man den Artikel nochmals updaten. http://kotaku.com...

ArcherV 24. Jun 2014

Und viel wichtiger: der MP war in C2 und C3 deutlich schlechter. Crysis Wars war einfach...

Elmaestroo 24. Jun 2014

Ich verspreche und garantiere dir sogar, dass ich nicht eine Sekunde damit verbringen...

Anonymer Nutzer 24. Jun 2014

Richtig! Weil das Management wohl kaum einfach wechseln wird und die Firma mitsamt deren...

Gizeh 24. Jun 2014

Ob am Ende wirklich das erhoffte Ergebnis (aus Spielersicht) steht, bleibt allerdings...


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