Medienbericht: Großes Datenleck bei Autoherstellern

Möglicherweise durch eine Panne bei einem kanadischen Roboterhersteller sind Zehntausende Dokumente mit geheimen Informationen großer Autohersteller ins Netz gelangt. Neben US-Firmen ist auch Volkswagen betroffen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Roboter in der Fertigungsstraße von VW in Wolfsburg
Roboter in der Fertigungsstraße von VW in Wolfsburg (Bild: Ronny Hartmann/AFP/Getty Images))

Zehntausende Dokumente mit sensiblen Daten großer Autohersteller sind laut einem Zeitungsbericht Mitte Juli 2018 vorübergehend öffentlich im Internet aufgetaucht. Das 157 Gigabyte umfassende Datenleck sei von einem Sicherheitsforscher entdeckt worden und habe Unternehmen wie Volkswagen, Toyota, General Motors, Ford, Fiat Chrysler und Tesla betroffen, schrieb die New York Times in ihrer Online-Ausgabe.

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Bei den Daten handele es sich etwa um technische Informationen zu Produktionsabläufen - mitunter streng gehütete Geschäftsgeheimnisse. Verträge, Arbeitspläne und sogar Verschwiegenheitsverpflichtungen seien ebenfalls darunter gewesen - spätestens bei Letzteren sei klar gewesen, dass das Material unbeabsichtigt im Netz gelandet sei. Insgesamt gehe es um fast 47.000 Dateien von mehr als 100 Unternehmen, die mit dem kleinen kanadischen Roboterhersteller Level One Robotics and Controls zu tun gehabt hätten.

Laut dem Bericht ist unklar, ob Unbefugte die Informationen, die auch persönliche Daten wie gescannte Führerscheine und Pässe enthielten, gesehen oder heruntergeladen haben. Der Forscher, der die Daten auf einem Backup-Server entdeckt habe, habe die Unternehmen vergangene Woche informiert. Daraufhin sei das Material aus dem Netz genommen worden. Level One und die betroffenen Autobauer wollten sich gegenüber der Zeitung nicht äußern oder ließen Anfragen unbeantwortet.

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