Medienbericht: Google plant möglicherweise eigene Spielkonsole
Es gibt immer wieder Gerüchte, dass Google sich stärker im Spielegeschäft engagieren wolle. Für Aufmerksamkeit in der Branche hatte im Januar 2018 vor allem die Einstellung von Phil Harrison gesorgt, der zuvor bei Sony in leitender Funktion an der Playstation und bei Microsoft an der Xbox gearbeitet hat. Nun gibt es neue Hinweise: Laut einer Meldung von Kotaku hat Google auf der E3 im Juni 2018(öffnet im neuen Fenster) zahlreiche Gespräche mit Branchenvertretern und Entwicklern geführt.
Dabei soll es unter anderem um Spielestreaming gegangen sein. Damit ist gemeint, dass die Games auf den Servern des Anbieters ausgeführt werden und dann als interaktiver Stream auf den Bildschirm des Nutzers gelangen. Dabei müsste Google nicht unbedingt neue Hardware anbieten, schließlich könnten die Streams ähnlich wie bei Hatch und ähnlichen Diensten auf dem Smartphone, Tablet oder PC der Nutzer laufen.

Laut Kotaku gibt es aber bei Google auch Überlegungen, mit einer eigenen Konsole in den Wettbewerb mit Sony, Microsoft und Nintendo zu treten. Falls das Gerät vor allem auf Streaming setzt, müsste es nicht unbedingt sehr leistungsstark und damit teuer sein, was die Marktbarriere für Google niedrig halten würde.

Auf der E3 ging es nach Informationen von Kotaku aber nicht nur um Streaming und Hardware, sondern auch um Entwickler. Den Angaben anonymer Quellen zufolge sucht Google aktiv nach Studios, die Projekte für die geplante Plattform produzieren. Dabei soll es ausdrücklich um die Übernahme von ganzen Teams gehen – Geld genug sollte Google ja haben. Sein eigenes Spielestudio Niantic (Pokémon Go) hatte Google im Rahmen einer Umstrukturierung 2015 in die Selbständigkeit entlassen.
Google ist derzeit vor allem über seine Tochter Youtube im Spielegeschäft aktiv, viele Videostreamer nutzen die Plattform. Allerdings gerät sie auch technisch zunehmend unter Druck durch Konkurrenten wie Twitch und Facebook, die immer mehr neuartige Möglichkeiten zur Interaktion zwischen den Sendern und den Zuschauern erlauben.
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