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Medienbericht: Axel Springer will T-Online.de übernehmen

Der Wirtschaftswoche zufolge will sich die Deutsche Telekom von Teilen ihres Onlinegeschäfts trennen. Dabei soll die Axel-Springer-Gruppe vor allem das Portal T-Online.de übernehmen, was aber die Kartellwächter noch beschäftigen könnte.
/ Nico Ernst
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T-Online.de soll verkauft werden. (Bild: Johannes Eisele/AFP/Getty Images)
T-Online.de soll verkauft werden. Bild: Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Mit 374 Millionen Besuchern im November 2014 ist T-Online.de(öffnet im neuen Fenster) die reichweitenstärkste deutschsprachige Webseite - und bald könnte sie Axel Springer gehören, das mit Bild.de im gleichen Zeitraum auf 295 Millionen Besucher kommt. Das berichtet die Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Demnach will die Telekom sich von großen Teilen ihrer Onlinebereiche trennen. Ob davon auch die E-Mail-Adressen der Kunden oder das Providergeschäft in Deutschland betroffen sind, steht noch nicht fest. Erst vor kurzem hatte der Konzern bekannt gegeben, seine Beteiligungen im Mobilfunkgeschäft in Großbritannien abstoßen zu wollen. Teil des Konzernumbaus ist nun offenbar auch eine Verlagerung der Aktivitäten in Deutschland.

Zum möglichen Kaufpreis oder einer gegenseitigen Beteiligung von Telekom und Springer gibt es noch keine Angaben. Ebenso ist nicht sicher, dass das Bundeskartellamt einer Übernahme von T-Online.de zustimmen wird. Zusammen mit Bild.de befänden sich dann die größte und die drittgrößte deutsche Webseite in einer Hand, was auch Auswirkungen auf den Werbemarkt hätte.

Laut der Wirtschaftswoche hat Springer in den ersten drei Quartalen des Jahres 2014 bereits einen Werbeumsatz von 1,3 Milliarden Euro erzielt. Drei Viertel davon sollen auf digitale Aktivitäten entfallen sein.


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