Medienanstalt: Analogabschaltung im TV-Kabelnetz kommt

Medienanstalten und Branchenvertreter sind sich relativ einig, dass die Analogabschaltung im TV-Kabelnetz in drei Jahren kommt. Doch die verbliebenen Analognutzer haben keine Lust zum Wechseln.

Artikel veröffentlicht am ,
Primacom-Techniker
Primacom-Techniker (Bild: Primacom)

Das Jahr 2018 als Zeitpunkt für die Analogabschaltung im TV-Kabel nimmt "immer deutlichere Konturen an". Das gaben die Medienanstalten am 8. September 2015 bekannt. Vertreter der Kabelnetzbetreiber, privater Fernsehsender und der Wohnungswirtschaft sprachen mit Martin Heine, Direktor der Medienanstalt Sachsen-Anhalt, über einen verbraucherfreundlichen Switch-off. Geprüft werde, ob ein gemeinsames Vorgehen wettbewerbsrechtlich zulässig ist.

Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (Anga) hatte im Sommer 2015 auf der Branchenmesse Anga Com in Köln erklärt, dass spätestens zum Ende des Jahres 2018 die Einstellung der analogen Fernsehverbreitung in den deutschen Kabelnetzen möglich sein werde.

Laut einer aktuellen Erhebung von TNS Infratest liegt die Quote beim digitalen Fernsehempfang aktuell bei 88,5 Prozent. Nur Kabelhaushalte empfangen in Deutschland noch analoge TV-Signale. Doch auch hier liegt die Digitalisierungsquote gegenwärtig bei 72,5 Prozent. Die Zahl ausschließlich analog empfangender Kabelhaushalte sank auf 4,5 Millionen.

Die noch analogen Haushalte haben eine geringe Kaufkraft und ein überdurchschnittlich hohes Alter des Beziehers des Haupteinkommens. Deutlich mehr als die Hälfte erhalten ihren Kabelanschluss über den Vermieter, wodurch es keinen direkten Vertrag mit dem Kabelnetzbetreiber gibt. 75 Prozent aus der Gruppe planen keinen Umstieg auf digitalen Empfang.

Mit jeweils rund 46 Prozent der TV-Haushalte liegen Satellit und Kabel an der Spitze der Verbreitungswege. Terrestrik nutzen 9,7 Prozent und IPTV 4,8 Prozent. Hier gab es im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen.

Kostenpflichtiges HD nicht gefragt

48,1 Prozent der deutschen TV-Haushalte empfangen HD-Fernsehen. Das sind knapp 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Programme der privaten TV-Veranstalter in HD-Qualität erhalten 18,8 Prozent, insgesamt sind es 7,3 Millionen Haushalte. Dies dürfte an dem monatlichen Entgelt liegen, das der Fernsehzuschauer für die Freischaltung der Programme zahlen muss.

Knapp 40 Prozent halten ihren Fernseher weiter für unverzichtbar. Für knapp 24 Prozent wurde das Handy zum wichtigsten Gerät. Fast 50 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in Deutschland können am wenigsten auf das Smartphone verzichten.

Gut 20 Prozent der TV-Haushalte in Deutschland wissen, dass sie ein internetfähiges Smart-TV-Gerät zu Hause haben. Knapp 11,8 Prozent haben ein TV-Gerät direkt mit dem Internet verbunden. Wenn die über Blu-ray-Player oder Streamingsticks und -boxen angebundenen Fernseher dazugerechnet werden, steigt die Quote auf 19,1 Prozent. Dies ist deutlich mehr als im Vorjahr.

Die nach den Angaben repräsentativen Daten zum Stand der Digitalisierung wurden von TNS Infratest zwischen dem 4. Mai und dem 15. Juni 2015 erhoben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


MK899 09. Sep 2015

Einfach bei der Bauherrenhotline der Telekom anrufen und sagen, dass du jetzt sofort...

Vincent-VEC 09. Sep 2015

Sollte man aber. Seit meine Sky-Karte mit einem Sky-Receiver gepaired wurde, kann ich...

most 09. Sep 2015

Warum dann noch eine Satanlage? Für ein bisschen Fernsehen reicht doch der Livestream und...

TC 08. Sep 2015

dafür schönes Blocking / Artefakte bei SD ;)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /