Mediatek: "Zehn Kerne in einem Smartphone sind nicht viel"
Es komme nicht auf die Anzahl der CPU-Kerne oder die Software an, sondern wie die Integration gestaltet ist: Mediatek hält mehrere effiziente Cluster wie im Helio X20 für sinnvoll, was aufwendigen Messreihen unter Android zufolge eine korrekte Annahme ist.
Mediatek hat sich auf dem London Executive Forum 2015 zur Debatte geäußert, wie der Hersteller den selbstgesetzten Trend zu immer mehr CPU-Kernen in Smartphones sieht. Johan Lodenius, Chief Marketing Officer bei Mediatek, ist der Ansicht, es komme auf die Kombination aus Funktionseinheiten und der Ansteuerung an. Im Gespräch mit Golem.de sagte er, die "Integration sei der Schlüssel" für Systems-on-a-Chip mit hoher Effizienz wie den Helio X20.
Dieser Prozessor ist der erste, der drei Cluster aus unterschiedlichen CPU-Kernen in einem Chip vereint und damit das Big-Little-Prinzip erweitert. Die Idee dahinter ist, schnelle und sparsame CPU-Kerne zu kombinieren, um anfallende Lasten möglichst effizient zu verteilen. Im Falle des Helio X20 verbaut Mediatek drei Cluster - ein leistungsstarkes, ein mittleres und ein eher langsames, hinzu kommt ein eigener Kern für Sensordaten oder die MP3-Wiedergabe.
Eine solche Aufteilung soll, wenn sie durch den Scheduler vernünftig angesteuert wird, effizienter arbeiten als zwei Cluster. Bei diesen müssen immer entweder die schnellen oder die schwachen Kernpakete rechnen, was weniger effizient sei. Konkurrent Qualcomm bezeichnete den MT6592-Chip mit acht identischen Kernen als Unfug, der Hersteller nutzt aber auch teils gleichwertige Kerne.
Die sind allerdings selbst entwickelt, Mediatek hingegen verbaut nichtmodifizierte Cortex-Kerne. Qualcomm löst das Problem der Ansteuerung unter anderem dadurch, dass bei der Krait- und der Kryo-Architektur die Kerne in einem Cluster unterschiedlich takten können, was bei den Cortex-Kernen nicht klappt. Das kann schwerwiegende Folgen haben, wie der Snapdragon 810 zeigt, bei dem oft die A57-Kerne anspringen und den Chip aufheizen.
Interessant ist in diesem Kontext ein aufschlussreicher Artikel von Anandtech über die Thread-Nutzung unter Android. Der zeigt, dass ein kleiner Cluster oft nicht ausreicht und Threads auf die großen Kerne verschoben werden müssen - beim Helio X20 hingegen landen sie auf dem mittleren Cluster.
Zudem legen die Messungen nahe, dass zwei statt vier flotte Kerne ausreichen, was ebenfalls für den Helio X20 spricht - insgesamt sind vier Kerne aber ausreichend, mehr verbessern vor allem die Effizienz.
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